BGA: Einkommensteuerreform muss Mittelstand entlasten
Anlässlich der öffentlichen Anhörung im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages zum Einkommensteuerreformgesetz 2027 fordert der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) deutliche Nachbesserungen am Gesetzentwurf. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen benötigten spürbare steuerliche Entlastungen statt zusätzlicher Belastungen und Bürokratie. BGA-Präsident Dr. Dirk Jandura appelliert daher an die Bundestagsabgeordneten, die Interessen des Mittelstands im weiteren parlamentarischen Verfahren stärker zu berücksichtigen.
„Wir appellieren dringend an alle Bundestagsabgeordneten, insbesondere an die Abgeordneten der Regierungskoalition, jetzt im parlamentarischen Verfahren die Sorgen und Nöte der mittelständischen Unternehmen vor Ort ernst zu nehmen. Jetzt ist der Moment, das eigene Mandat wahrzunehmen, sich einzubringen und aus dem vorliegenden Gesetzentwurf eine Reform zu machen, die diesen Namen auch tatsächlich verdient. Denn was bislang auf dem Tisch liegt, ist halbherzig und enttäuschend. Statt neuer Belastungen und zusätzlicher Bürokratie brauchen unsere Unternehmen endlich spürbare Entlastungen, um wieder wirtschaftliche Dynamik zu entfalten“, erklärt Jandura.
„Die Entlastungen für kleine und mittlere Einkommensbezieher sind angesichts des staatlichen Anheizens der Inflation durch massive Verschärfungen von Verbrauchsteuern unzureichend. Ein absolutes No-Go ist jedoch die Verschärfung der Besteuerung von Personenunternehmen, für die die Einkommensteuer die zentrale Unternehmensteuer ist. Die Erhöhung der sogenannten Reichensteuer bestraft erfolgreiche Personenunternehmen. Der Finanzminister sollte endlich anfangen, bei den Staatsausgaben zu sparen, statt immer neue Steuerbelastungen zu schaffen. Wir appellieren an die Bundestagsabgeordneten, die Mehrbelastungen für Personenunternehmen zu stoppen und stattdessen Umwandlungen, die Thesaurierungsbegünstigung und die Körperschaftsteueroption praxisgerecht und praktikabel auszugestalten und damit die Zusagen im Koalitionsvertrag umzusetzen“, so Jandura abschließend.