Frisches Obst erwies sich dabei als klarer Wachstumstreiber und erreichte ein beeindruckendes Absatzplus von zehn Prozent. Allerdings führten deutlich gesunkene Kilopreise (-7 %) zu einer Schmälerung der Umsatzentwicklung auf lediglich plus zwei Prozent. Besonders stark präsentierte sich im Juli 2026 das Steinobst-Segment mit einem Absatzwachstum von 24 %. Hier profitierten die meisten Sorten, wie Nektarinen, Kirschen oder Pfirsiche, von einer deutlich besseren Verfügbarkeit als im schwachen Vorjahresmonat, was mit stark gesunkenen Kilopreisen einherging. Ein weiterer Treiber der rückläufigen bezahlten Preise im Obstsegment war Kernobst. Aufgrund des nur moderaten Mengenwachstums (+3 %) verlor das Segment jedoch deutlich an Umsatz (-10 %). Bei hochsommerlichem Wetter verzeichneten Melonen mit plus 19 % Absatzwachstum eine positive Entwicklung bei stabilem Preisniveau.
Mit einem leichten Absatzminus (-1 %) war die Entwicklung von Exoten im Juli 2026 auf den ersten Blick unscheinbar. Die Sorten Mango und Kiwi wiesen jedoch dynamische zweistellige Zuwachsraten gegenüber dem Vorjahresmonat auf, Avocados erliten hingegen Einbußen. Während Beerenobst insgesamt moderat wuchs (+3 %), verzeichneten Erdbeeren zum Saisonende leichte Verluste (-2 %).
Frisches Gemüse konnte dem positiven Trend des Obstbereichs nicht folgen und verlor zwei Prozent im Absatz. Durch gestiegene Kilopreise (+6 %) resultierte jedoch ein Umsatzplus von drei Prozent. Besonders deutliche Einbußen verzeichneten Kohlgemüse (-8 % Absatz) und Wurzelgemüse (-6 %). Bei Karotten/Möhren führte ein Absatzrückgang von acht Prozent in Kombination mit stark gestiegenen
Kilopreisen dennoch zu einem zweistelligen Umsatzwachstum. Auch Zwiebelgemüse verlor mit minus vier Prozent beim Absatz überproportional. Positiv entwickelten sich hingegen Tomaten mit um acht Prozent höherem Absatz bei moderaten Preisniveaurückgängen. Aufgrund der eingeschränkten Verfügbarkeit von Gurken (-12 % Menge bei massiv gestiegenen Kilopreisen) stagnierte Fruchtgemüse gesamt jedoch in der Mengenentwicklung.
Frische Kartoffeln verzeichneten mit minus einem Prozent einen leichten Absatzrückgang. Nach der rückläufigen Preisniveau-Entwicklung der vergangenen Monate bleiben die bezahlten Preise im Juli 2026 jedoch auf stabilem Niveau.