„On the way to PlanetProof“ stärkt Position und steigert Wirkung
2025 leistete „On the way to PlanetProof“ eigenen Angaben zufolge erneut einen großen Beitrag zur Nachhaltigkeit im Agrarsektor. Die zertifizierte Anbaufläche im Pflanzenbau wuchs, die internationale Expansion setzte sich fort und das Engagement der Marktakteure nahm weiter zu.
Im pflanzlichen Sektor sei die nach dem Gütesiegel „On the way to PlanetProof“ zertifizierte Anbaufläche 2025 weiter gewachsen. Insgesamt stieg die zertifizierte Anbaufläche in Europa um 4 % auf 61.941 ha, was einem Zuwachs von 2.337 ha gegenüber 2024 entspricht. Das Wachstum der zertifizierten Anbaufläche bedeute, dass mehr Produkte gemäß den Anforderungen des Gütesiegels produziert werden. Damit nimmt auch die Reichweite der angestrebten Umweltwirkung zu.
Das Wachstum in Europa wurde vor allem im Freilandanbau erzielt. Dort stieg die Anbaufläche um 4 % auf 57.290 ha. Insbesondere die Anbaufläche für Kartoffeln, Gemüse, Obst, Getreide und Kräuter wuchs (+2.310 ha). Auch der Zierpflanzenanbau, die Baumschule und der Blumenzwiebelanbau im Freiland verzeichneten ein leichtes Wachstum (+2 %). Im geschützten Anbau blieb die Anbaufläche für Gemüse und Kräuter nahezu stabil (+1 %), während die Anbaufläche für den geschützten Zierpflanzenanbau von 199 Hektar im Jahr 2024 auf 124 ha zurückging.
Wachstum Dank Spanien und Italien
Außerhalb der Niederlande stieg die zertifizierte Anbaufläche um 6 % auf 14.140 ha. Vor allem Spanien und Italien trugen zu diesem Wachstum bei. In Spanien wuchs die Anbaufläche um 456 ha (+6 %) auf 8.253 ha, während Italien einen starken Anstieg um 369 ha (+27 %) auf 1.738 ha verzeichnete. Dieses Wachstum hänge u.a. mit Ausweitungen im Anbau von Gemüse, Blattgemüse und Kräutern zusammen.
„On the way to PlanetProof“ spiele in den Niederlanden weiterhin die größte Rolle, wenn es um die Nachhaltigkeit der pflanzlichen Produktion gehe: Hier wuchs die zertifizierte Anbaufläche um 3 % auf 47.801 ha, was einer Zunahme von 1.563 ha entspricht.
Innerhalb des niederländischen Pflanzenbaus sei mittlerweile ein großer Teil der Anbaufläche zertifiziert. Der Freilandanbau sei nach wie vor dominierend und mache etwa 92 % der gesamten zertifizierten Anbaufläche aus. Die Anbaufläche für den geschützten Anbau sei relativ kleiner (8 %), da diese Kulturen pro Quadratmeter sehr ertragreich seien. Gleichzeitig seien die Auswirkungen beträchtlich: Mittlerweile sind 70 % der niederländischen Anbaufläche für den überdachten Obst- und Gemüseanbau gemäß den Anforderungen von „On the way to PlanetProof“ zertifiziert.
Engagement der Lieferkette nimmt zu
Das Engagement der Marktteilnehmer in der Lieferkette nimmt weiter zu. Die Zahl der zertifizierten Handelsunternehmen (B2B) stieg um 18 %, was die Verankerung des Gütesiegels innerhalb der Lieferkette unterstreiche. Die Nachfrage nach zertifizierten Produkten bleibe hoch, auch dank des anhaltenden Engagements von Supermarktketten, Produkte mit einem Nachhaltigkeitssiegel einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dies zeige, dass das Gütesiegel in der gesamten Lieferkette getragen wird und dass die Marktnachfrage trotz Verschiebungen in der Primärproduktion weiterhin stark sei.
„On the way to PlanetProof“ bleibe ein wegweisendes Instrument zur Verwirklichung von Nachhaltigkeit im Agrarsektor. Das Gütesiegel konzentriere sich auf konkrete, realisierbare Schritte und die Weiterentwicklung der gesamten Lieferkette aus Erzeugern, Tierhaltern, Verarbeitern und Einzelhändlern. 2025 wurde eine umfassende Überarbeitung der Kriterien für pflanzliche Erzeugnisse und Eier in enger Zusammenarbeit u.a. mit Erzeugern, Experten und unabhängigen Beratern abgeschlossen. Diese Zusammenarbeit trägt zu weiteren Verbesserungen und einer breiteren Akzeptanz bei. Impact-Berichte bieten darüber hinaus Einblicke in die Leistungen und ermöglichen es, gezielter an der dauerhaften Aufgabe der Nachhaltigkeit sowohl im pflanzlichen als auch im tierischen Sektor zu arbeiten.