Was stellt sich heraus, wenn man Obst und Gemüse unmittelbar nach der Ernte und in den Regalen der Supermärkte vergleicht? Forscher der Biotechnischen Fakultät der Universität Ljubljana analysierten in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftlichen Institut Sloweniens den Gehalt an den Vitaminen A, B2, B6, B9, C und E in ausgewählten Obst- und Gemüsesorten.
Die Studie umfasste „Topaz“- und „Fuji“-Äpfel, Erdbeeren, Salat, Möhren und Tomaten, wobei lokal angebaute und importierte Erzeugnisse, verschiedene Anbaumethoden sowie Veränderungen während der Lagerung verglichen wurden.
Die Ergebnisse zeigten, dass es keine einfache Antwort gibt. Bei beiden Apfelsorten enthielten die unmittelbar nach der Ernte analysierten Proben aus lokalem Anbau deutlich mehr Vitamin C als vergleichbare Proben, die im Handel gekauft oder importiert wurden. Ebenso wiesen lokale Erdbeeren einen höheren Vitamin-C-Gehalt auf als importierte Erdbeeren. Bei den Möhren stachen insbesondere die lokalen Proben mit höheren Gehalten an Vitamin A und E hervor. Bei Tomaten wurden hingegen keine signifikanten Unterschiede zwischen lokalen und importierten Proben festgestellt.
Die Studie liefere daher eine wichtige Botschaft für Verbraucher: Bei der Auswahl von Obst und Gemüse ist die Herkunft nicht der einzige entscheidende Faktor – auch die Frische und die Zeitspanne zwischen Ernte und Verzehr spielen eine wichtige Rolle. Lokal angebaute und frisch geerntete Produkte können aufgrund des kürzeren Transportwegs vom Erzeuger zum Verbraucher einen erheblichen Vorteil haben.