„Man findet dort viele grundsolide Betriebe, die seit Jahrzehnten Erfahrung im Anbau haben. Nicht nur für die Kulturführung, sondern auch in der Entwicklung von technischen Lösungen. So besuchen wir mit Chianchia eine mittelständische Firma, die sich auf Erntetechnik, Lagerung, Trocknung spezialisiert hat. Auch in der Weiterverarbeitung der Nüsse hat sich viel getan. Mit der Firma Mia Food besuchen wir ein Industrieunternehmen, dass sich auf die Vermahlung, Paste-Herstellung und die Weiterverarbeitung zu Endprodukten fokussiert“, heißt es seitens der Organisatoren. Umso schwerwiegender seien die aktuellen Probleme wie Japankäfer, Marmorierte Baumwanze, vorzeitiger Fall der Nüsse, Brown Stain disorder und die mangelnde Bestäubung, da männliche Pollen immer früher reif würden. „Hier wird mit vereinten Kräften (Verband, Beratung, Betriebe) nach Lösungen gesucht. Bei der NuPiWi-Exkursion werden uns erste Lösungen oder Lösungsansätze vorgestellt, die auch Relevanz für den Haselnussanbau im deutschsprachigen Raum haben werden. Betriebsleiter und Berater werden uns von ihren Erfahrungen berichten, denn neben den neuen Eindrücken wird vor allem der Erfahrungsaustausch stehen.“
Der Start der diesjährigen Haselnussernte im Piemont war für Mitte August geplant, bei der Reise befindet man sich also in der dritten Erntewoche. Im Piemont werden derzeit auf über 27.000 ha Haselnüsse von über 7.300 Unternehmen bewirtschaftet. Seit 2010 gab es ein kontinuierliches Wachstum. Zwischen 2014 und 2020 wurden 10.000 ha neu mit Haselnüssen bepflanzt, von denen viele außerhalb des traditionellen Anbaugebiets liegen. Am Vortag der Reise (31.08.) findet außerdem ein Feldtag auf dem Betrieb Nuss-Braun in Waldstetten statt.
Informationen zur Anmeldung und Teilnahme finden Sie hier.
Kontakt: Herbert Knuppen, +49-172-8288671; knutu@live.de und Thorsten Michaelis, +49-5542-98 1634, thorsten.michaelis@uni-kassel.de