Aus den Meldungen der Obstberichterstatter beim Fachteam der Statistiker geht hervor, dass die Erntemenge bei Süßkirschen in diesem Jahr voraussichtlich hoch ausfallen wird. Für Süßkirschen wird eine Menge von rund 26.500 dt erwartet. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies bei den Süßkirschen einer Erntesteigerung um 29,5 % (rund 6.000 dt). Bei den Sauerkirschen hingegen zeichnet sich aktuell ein Rückgang von 51,4 % (rund 1.900 dt) ab. Es werden lediglich rund 1.800 dt prognostiziert. Da die Reifezeit der Sauerkirschen später einsetzt, kann sich diese Einschätzung im weiteren Verlauf jedoch noch spürbar verändern. Insgesamt liegt die Kirschenernte mit rund 28.300 dt damit um 17,9 % (rund 4.300 dt) über dem Mittelwert der vergangenen sechs Jahre (2020 – 2025: 24.018 dt).
Deutliche Ertragsunterschiede zwischen Süß- und Sauerkirschen
Entsprechend den günstigen klimatischen Bedingungen in diesem Jahr fällt der durchschnittliche Hektarertrag bei Süßkirschen nach ersten Annahmen mit 48,7 dt vergleichsweise hoch aus. Bei Sauerkirschen liegt der geschätzte Hektarertrag derzeit bei nur 30,2 dt. Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025 liegen die Süßkirschen damit um 28,1 % über dem Mittelwert von 38,0 dt/ha, während die Sauerkirschen um 40,6 % unter dem langjährigen Durchschnitt von 50,8 dt/ha bleiben. Die erste Schätzung liefert Näherungswerte zur bayerischen Kirschenernte 2026.
Das endgültige Ergebnis für Süß- und Sauerkirschen liegt im September 2026 vor.