3 Min Lesezeit X Facebook LinkedIn

Staay Food Group bietet Alternative zu traditionellem Eisbergsalat

Der europäische Markt für Blattgemüse steht in diesem Sommer erneut regelmäßig unter Druck. Hitzewellen, Trockenheit und schwankende Verfügbarkeit sorgen zu verschiedenen Zeitpunkten für Herausforderungen bei der Versorgung mit traditionellem Eisbergsalat.

Eisbergsalat in Verpackung
© Staay Food Group

Gerade jetzt stellt die Staay Food Group eine Alternative vor, die auf diese Entwicklung eingeht: Eisberg-Blattsalat aus kontrolliertem Hydroponik-Gewächshausanbau.

Die Einführung erfolgt dem Unternehmen zufolge zu einem Zeitpunkt, an dem die Branche immer intensiver nach Wegen sucht, um weniger abhängig von Witterungseinflüssen zu werden. Beliebte Freilandanbauarten wie Eisbergsalat sind anfällig für Hitze, Trockenheit und extreme Niederschläge. Dadurch gerät die Verfügbarkeit häufiger unter Druck, was zu einer unregelmäßigen Versorgung und steigenden Preisen führen kann.

Im Einzelhandel sei das Konzept des in einer Indoor-Anlage angebauten „Crispy-Salats“ zwar nicht völlig neu, doch mit der Einführung von Eisberg-Blattsalat entscheidet sich Staay bewusst für einen breiteren Marktansatz. 

„Wir stellen fest, dass die Nachfrage nach einer zuverlässigen Verfügbarkeit von Blattgemüse wächst. Deshalb investieren wir gemeinsam mit unseren Partnern in Konzepte und Varietäten, die weniger von äußeren Umständen abhängig sind“, so der zuständige Vorstandsmitglied Michiel Geraedts. 

Die neue Salatsorte wird zunächst in begrenztem Umfang getestet, doch das Konzept wurde mit Blick auf eine weitere Ausweitung entwickelt, sobald der Markt dies erfordere. 

Alternative für eine manchmal anfällige Kategorie 

Die für den neuen Eisberg-Blattsalat verwendete Salatsorte wurde vom Saatgutveredler Rijk Zwaan entwickelt und wird für Staay beim Anbaupartner Deliscious in einer nachhaltigen, hydroponischen Produktionsumgebung angebaut. Das Produkt verbinde den frischen Biss des Eisbergsalats mit den Vorteilen des Indoor-Anbaus, wie einer konstanteren Versorgung und einer meistens besser vorhersehbaren Produktqualität. Der Salat wird standardmäßig mit Wurzelballen geliefert, was zu längerer Frische, Haltbarkeit und Regallage im Einzelhandel beitrage. Für den Foodservice und die Industrie sind die Köpfe des Eisberg-Blattsalats natürlich auch ohne Wurzelballen erhältlich.

Auf einen sich wandelnden Markt reagieren

Die Einführung sei Teil einer umfassenderen Entwicklung, in deren Rahmen die Obst- und Gemüsesektor nach Wegen sucht, die Lebensmittelversorgung widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen. Michiel Geraedts: „Die Frage ist nicht mehr, ob der Klimawandel die Verfügbarkeit frischer Produkte beeinflusst, sondern vielmehr, wie die Branche darauf reagiert. Kontrollierte Anbausysteme können zu mehr Stabilität bei Verfügbarkeit und Qualität beitragen.“

Neben dem Anbau von eigenem Freilandgemüse ist die Staay Food Group seit Jahren auch im Salatanbau unter Glas tätig. Das Unternehmen verfügt mittlerweile über ein breites Sortiment an hydroponisch angebauten Salatsorten aus spezialisierten Gewächshäusern in den Niederlanden. Mit der Einführung von Eisberg-Blattsalat wird das Sortiment um ein Produkt erweitert, das sowohl der Beliebtheit von Eisbergsalat als auch dem Bedarf an mehr Liefersicherheit im Salatsegment gerecht werden soll. Gerade in einer Zeit, in der der traditionelle Eisbergsalatmarkt unter Druck stehe, wird deutlich, wie kontrollierter Anbau zu mehr Sicherheit in der Lieferkette beitragen kann.