Solarparks unterstützen die Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft
Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft e.V. (bne) veröffentlicht eine umfangreiche Studie zu Artenvielfalt in modernen Solarparks. 2024 wurden die Flora und Fauna in bundesweit 30 PV-Freiflächenanlagen untersucht und bei acht Artengruppen systematisch ausgewertet.
Gut geplante Solarparks sind Mehrwert für Artenvielfalt
Laut Dr. Tim Peschel können Solarparks eine wichtige Rolle für die Steigerung der Artenvielfalt in Deutschland spielen: „ Die zentrale Erkenntnis besteht darin, dass gut geplante Solarparks auf ehemaligen Agrarflächen einen echten Mehrwert für die Artenvielfalt im Vergleich zur Vorhersituation darstellen. Dabei haben wir die richtige Pflege als einen der entscheidenden Faktoren für die Artenvielfalt festgestellt.“ Es wurden insgesamt 385 Pflanzenarten, 30 Heuschreckenarten, 36 Tagfalter, drei Reptilienarten, 32 Brutvogelarten und 63 Vogelarten als Nahrungsgäste sowie 13 Fledermausarten nachgewiesen. Hinzu kommen 13 Libellenarten und acht Amphibienarten. „PV-Freiflächenanlagen bieten in der strukturarmen Agrarlandschaft für viele Arten ein Mosaik neuer, offensichtlich geeigneter Lebensräume. Zunehmend werden sie von Tieren und Pflanzen als Lebensraum entdeckt und genutzt. Das dort vorhandene Nahrungsangebot ist für Vögel und Fledermäuse eine elementare Voraussetzung, um sie als Lebensraum dauerhaft nutzen zu können. Mahd und Beweidung stellen wichtige Pflegemaßnahmen für Schaffung und Erhalt von Biodiversität dar“, stellt Dr. Tim Peschel fest.
Biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung von Solarparks
Bereits heute entsteht der Großteil der PV-Freiflächenanlagen auf landwirtschaftlichen Flächen, weshalb diese auch Untersuchungsgegenstand der Studie sind. Für hohe Artenvielfalt im Solarpark ist neben der Bauweise auch die richtige Flächenbewirtschaftung entscheidend, z.B. durch Mahd und Mahdgutabfuhr oder durch schonende Beweidung. „Weil die Landwirtschaft die Flächen für Solarparks zur Verfügung stellt, sollte nach Ansicht des bne die biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung von Solarparks als landwirtschaftliche Nutzung anerkannt werden. So ließe sich die Flächenkonkurrenz zwischen Landwirtschaft und Photovoltaik auflösen, ähnlich wie bei der Agri-PV“, meint Robert Busch.