Die Praxistests zur CO₂-Bilanzierung im Anbau von Kartoffeln, Zwiebeln und Möhren wurden erfolgreich abgeschlossen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich sowohl die BEK- als auch die PEFCR-Methodik grundsätzlich eignen, um Treibhausgasemissionen zu berechnen und wesentliche Emissionstreiber zuverlässig zu identifizieren.
Aufgrund unterschiedlicher methodischer Rahmenbedingungen, insbesondere hinsichtlich der Anforderungen an die zu verwendenden Emissionsfaktoren, sind die absoluten Emissionswerte jedoch nicht direkt miteinander vergleichbar. Zudem verdeutlichen die Ergebnisse, dass keine klaren systematischen Unterschiede zwischen Betriebsgröße oder Anbauregion bestehen. Wesentliche Emissionstreiber sind vielmehr das betriebliche Management, insbesondere die Düngung, die Bewässerung und der damit verbundene Energieverbrauch. Eine Gegenüberstellung flächen- und produktbezogener Ergebnisse zeigt außerdem einen starken Einfluss des Ertragsniveaus auf: Hohe flächenbezogene Emissionen können durch hohe Erträge relativiert werden, während niedrige Erträge zu deutlich höheren produktbezogenen Emissionen führen können.
Auf Basis der Studienergebnisse soll im nächsten Schritt eine praxistaugliche Lösung entwickelt werden, mit der Erzeuger ihren CO₂-Fußabdruck einfach berechnen, dokumentieren und Schritt für Schritt verbessern können. Im Fokus steht dabei eine standardisierte und möglichst unkomplizierte Datenerfassung, die sich auf die wesentlichen Emissionstreiber konzentriert. QS