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Provinz Limburg unterstützt Bioregio-Netzwerk Niederlande

Während der Biobeurs in Apeldoorn wurde das Bioregio-Netzwerk Niederlande offiziell ins Leben gerufen. Die Provinz Limburg war eigenen Angaben zufolge als unterstützendes Mitglied vertreten.

Bio-Schriftzug mit Messer und Gabel
© CURIOS/AdobeStock

In dem Netzwerk arbeiten sechs Bioregionen, 13 Gemeinden, eine angehende Region und acht Provinzen zusammen, um den ökologischen Landbau und die ökologische Ernährung vor Ort zu stärken. Mit diesem Schritt wird die Entwicklung von Bioregionen in Limburg unterstützt, und Limburg schließe sich den Entwicklungen rund um Bioregionen im In- und Ausland an.

Provinzrat Jasper Kuntzelaers: „Für Limburg ist dies ein logischer Schritt. Denn wenn wir wollen, dass mehr Landwirte auf biologischen Anbau umstellen, muss dafür ein Markt vorhanden sein. Derzeit sind gut drei Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Limburg biologisch bewirtschaftet. Das kann nur wachsen, wenn es eine ausreichende Nachfrage gibt und die Landwirte damit auch ein gutes Einkommen erzielen können. Durch den Beitritt zum Bioregio-Netzwerk Niederlande unternehmen wir einen Schritt, um diese Nachfrage zu fördern, verkürzen wir Lieferketten und helfen wir Landwirten, ihr Ertragsmodell zu stärken. So bauen wir gemeinsam mit unseren Landwirten ein zukunftssicheres Ernährungssystem auf. Dies knüpft direkt an den Förderplan für den ökologischen Landbau an, an dem wir derzeit arbeiten.“

Nachhaltige Wirkung

Eine Bioregio ist eine Gemeinde, Stadt oder Region, in der die Kommunalverwaltung gemeinsam mit gesellschaftlichen und privaten Partnern an einer kohärenten Politik arbeitet, die ökologischen und andere Formen der nachhaltigen Landwirtschaft, Ernährung, Natur und Gesundheit miteinander verbindet. Was dies in der Praxis bedeutet, haben die Mitglieder in einem gemeinsamen Bioregio-Zielsetzungspapier festgehalten. Darin sind drei wichtige Kriterien aufgeführt, zu denen sich die sechs vollwertigen Bioregio-Mitglieder verpflichten: politisches Engagement, eine Ansprechperson in der Gemeinde und Maßnahmen in mindestens drei von sieben Hauptthemenbereichen. In Limburg gibt es noch keine Bioregionen, aber die Teilnahme hilft den Gemeinden, diese Entwicklung in Gang zu bringen.

Lokale Initiativen und Ambitionen

Die angeschlossenen Bioregionen haben bereits konkrete Schritte unternommen:

  • Zutphen bietet in verschiedenen Stadtteilen Bio-Selbstpflückgärten an.
  • Amsterdam hat einen Bio-Anteil von mindestens 25 % in die Ausschreibungskriterien für die kommunale Verpflegung aufgenommen.
  • Eindhoven hat eine Absichtserklärung für mehr Bio-Anteil in der Betriebsverpflegung unterzeichnet.
  • Zuid-Veluwe (Arnheim, Wageningen, Ede und Renkum) und Greidhoeke (Südwest-Friesland, Waadhoeke, Leeuwarden und Harlingen) konzentrieren sich auf die Stärkung lokaler Absatzverbindungen.
  • Greidhoeke hat als erste Bioregion EU-Fördermittel für die Umsetzung des Programmplans erhalten.
  • Land van Cuijk hat in seiner Pachtpolitik einen Anteil von 15 % ökologischer Landwirtschaft vorgesehen.

Förderung der ökologischen Landwirtschaft

Parallel dazu arbeite die Provinz Limburg an einem Förderplan für den ökologischen Landbau. Auf der Grundlage von Gesprächen mit Landwirten, Partnern der Lieferkette, Bildungseinrichtungen und Interessenverbänden – die Ende März abgeschlossen wurden – wird derzeit ein Maßnahmenpaket erarbeitet. Der Schwerpunkt liege auf der Unterstützung bei der Umstellung, auf Wissen und Bildung, auf Absatz und Konsum sowie auf der Zusammenarbeit in der Lieferkette. Zudem werden Investitionsmöglichkeiten ausgelotet, ebenso wie der Wissensaustausch über Unternehmer und die Steigerung des Anteils biologischer Produkte in der Gastronomie und im regionalen Absatz.

Zusammenarbeit und Unterstützung

Die Mitglieder des Bioregio-Netzwerks Niederlande haben sich zum Ziel gesetzt, bewährte Verfahren auszutauschen, Finanzierungsmöglichkeiten zu erkunden und Verbindungen zu ausländischen Bioregio-Netzwerken herzustellen. Darüber hinaus unterstütze das Netzwerk potenzielle Bioregionen und Gemeinden bei ihrem Beitritt. In der Startphase wird das Netzwerk durch den Aktionsplan „Biologisch“ des Ministeriums für Landwirtschaft, Fischerei, Ernährungssicherheit und Natur (LVVN) tatkräftig unterstützt. Diese Unterstützung umfasse u.a. die Ernennung eines Koordinators. Die Regierung fördere den ökologischen Landbau aufgrund seiner positiven Auswirkungen auf die Biodiversität sowie auf saubere Böden, Luft und Wasser.