Polnischer Champignonexport verliert an Dynamik
Polen hat in den vergangenen Jahren seine Position als einer der wichtigsten Champignonproduzenten und -exporteure Europas weiter ausgebaut. Doch inzwischen scheint das Wachstum seinen Höhepunkt erreicht zu haben. Dies geht aus einem aktuellen Bericht von www.fruitandvegetablefacts.com, den der niederländische Obst- und Gemüseexperte Jan Kees Boon erstellt hat, hervor.
Bis 2024 stiegen die polnischen Exporte demnach kontinuierlich an, seitdem ist jedoch eine Stagnation zu beobachten. Die polnische Champignonproduktion liegt derzeit bei rund 300.000 t jährlich. Mehr als 80 % der Ernte werden exportiert. Deutschland ist dabei der wichtigste Absatzmarkt. Die Lieferungen in das Nachbarland sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen und erreichten zuletzt rund 66.000 t. In der ersten Hälfte dieses Jahres konnte Polen allerdings kein weiteres Wachstum auf dem deutschen Markt erzielen. Auch das Vereinigte Königreich zählt zu den wichtigsten Abnehmern polnischer Champignons. In den Jahren 2021 und 2022 wurden dorthin jeweils bis zu 55.000 t exportiert. Seitdem ist die Menge kontinuierlich zurückgegangen. Im vergangenen Jahr lag sie nur noch bei rund 46.500 t. Frankreich bleibt laut Jan Kees Boon mit jährlich etwa 34.000 t ein stabiler Absatzmarkt. Dagegen konnte Polen seine Lieferungen nach Italien langsam, aber stetig ausbauen. Im vergangenen Jahr erreichten die Exporte dorthin rund 20.000 t. Auch in weiteren europäischen Ländern entwickelt sich der Absatz positiv. Dazu zählen unter anderem Griechenland, Schweden, Rumänien, Dänemark und Tschechien.