Polen nimmt in Europa einen Spitzenplatz ein und liegt an zweiter Stelle, direkt hinter Italien, das über 1,53 Mio t Äpfel verfügt, und vor Frankreich mit Vorräten von 733.000 t. Diese Entwicklung lässt die Vermutung zu, dass der Wettbewerb zwischen den Ländern in dieser Saison deutlich zu spüren sein wird.
Obstbauern und Zwischenhändler beobachten den Markt mit Vorsicht. Einerseits hoffen sie auf stabile Exporte, andererseits wissen sie jedoch, dass die europäischen Länder über genügend eigene Äpfel verfügen. Daher tendieren die Handelsentscheidungen zunehmend zu kürzeren Verträgen.
Betrachtet man die Angaben der vergangenen zehn Jahre, so liegt das aktuelle Lagerniveau zwar nicht auf Rekordniveau, aber deutlich über dem Durchschnitt. In den Jahren 2018-2021 lagen die Lagerbestände im Dezember häufig über 1,5 Mio t, gingen danach jedoch systematisch zurück, berichtet „www.agrofakt.pl“. Große Lagerbestände bedeuten zwar mehr Wettbewerb unter den Exporteuren, erhöhen aber gleichzeitig den Preisdruck in der zweiten Saisonhälfte. Gleichzeitig könnte die hohe Produktion in Polen die Verhandlungsposition des Landes gegenüber ausländischen Abnehmern stärken.
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