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Österreich: Klimawandel kostet Milliarden

Der Klimawandel kommt Österreich bereits teuer zu stehen. Zwischen 2017 und 2024 verursachten klima- und wetterbedingte Ereignisse in dem Alpenland Ernteeinbußen und direkte Schäden an Vermögen in Höhe von durchschnittlich 1 Mrd Euro pro Jahr.

Baum im Saft des Lebens und unter Einfluss von zu viel Sonne und Hitze
© jozsitoeroe/AdobeStock

Werden zusätzlich Verluste durch Todesfälle berücksichtigt, ergeben sich im Schnitt Kosten von jährlich 3,7 Mrd Euro. Dies ist das Ergebnis einer umfassenden Auswertung der Studie Societal Cost of Inaction (COIN 2.0), die derzeit von einem interdisziplinären Teamunter Leitung der Universität Graz durchgeführt wird. Für das Jahr 2024 wurde ein Gesamtschaden von rund 6,1 Mrd Euro errechnet.

Diese sogenannten „Kosten des Nichthandelns“ umfassen den Forschern zufolge direkte Schäden in der Land- und Forstwirtschaft, an Gebäuden und Infrastruktur sowie Verluste durch Todesfälle im Zusammenhang mit Hitze und anderen Extremwetterereignissen. Noch nicht berücksichtigt sind neben den nicht erfassten direkten Schäden auch negative volkswirtschaftliche Folgeeffekte, bspw. durch Schneemangel im Wintertourismus oder hitzebedingte Produktivitätsverluste.

Nach Angaben der Wissenschaftler kam es in den vergangenen Jahren trotz zahlreicher Anpassungsmaßnahmen zu einer Häufung von besonders schadensintensiven Jahren. Der diesjährige Dürresommer sei somit nicht ein einmaliger Ausreißer, sondern eine Fortsetzung des Trends. Für die Land- und Forstwirtschaft werden in der Studie für die Jahre 2023 und 2024 direkte Schäden von jeweils 269 Mio Euro ausgewiesen. Besonders hoch war das Schadensniveau in den Jahren 2016 und 2018 mit 356 bzw. 348 Mio Euro. Für dieses Jahr hat die Österreichische Hagelversicherung die Schäden in der Landwirtschaft bereits auf rund 1 Mrd Euro beziffert. AgE