Betriebe, die Radieschen, Salat und verschiedene Schnittblumen anbauen, sind in Trockenperioden auf Oberflächenwasser angewiesen, wenn ihre Regenwasserbecken leer sind. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit sei diese Situation nun für viele Landwirte aktuell. Wenn sie kein Oberflächenwasser mehr nutzen dürfen, drohe innerhalb weniger Tage ein Schaden an den Pflanzen, und die Ernte gehe verloren. Radieschen und Salat sind relativ kurzlebige Kulturen, Alstroemeria hingegen ist eine Langzeitkultur, sodass dort der Schaden ebenfalls groß sein wird.
Glastuinbouw Nederland bedauere die Entscheidung von Delfland. In anderen Regionen wird der Gewächshausanbau von den Wasserverbänden als kapitalintensiver Anbau eingestuft. Dadurch fällt der Sektor unter Kategorie 3 der Verdrängungsreihe. Folglich stehe dem Gewächshausanbau in diesen Regionen länger Oberflächenwasser zur Verfügung.
Man hätte sich auch für ein teilweises Entnahmeverbot entscheiden können, bspw. nur tagsüber, heißt es weiter. Nachts ist die Verdunstung aus den Gräben geringer, sodass Wasser für die Bewässerung zur Verfügung steht. Ein höherer Salzgehalt sei zwar nicht ideal für die Pflanzen, aber in vielen Fällen besser als gar kein Wasser. Ohne Wasserversorgung sei der Anbau nämlich unmittelbar gefährdet.