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Mexikanische Heidelbeerexporte steigen um 15 Prozent - Fokus auf Premium-Früchte

Nach zwei Saisons, die von hohen Kosten und stagnierenden Mengen geprägt waren, haben die Ausfuhren dank günstiger Marktchancen auf dem US-Markt wieder an Dynamik gewonnen, auch wenn die Branche ein moderateres, qualitätsorientiertes Wachstum erwartet, berichtet agraria.pe.

Heidelbeersträucher
© andreaskrone/AdobeStock

Der mexikanische Heidelbeersektor schloss seine letzte Saison mit einem Exportvolumen von 72.900 t ab, was einem Anstieg von fast 15 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Erholung gewinne nach zwei komplexen und herausfordernden Saisons besondere Bedeutung, in denen die Ausfuhren die Marke von 65.000 t nicht überschreiten konnten und die Erzeuger mit steigenden Betriebskosten und sinkenden Gewinnmargen zu kämpfen hatten.

Trotz des Anstiegs der Mengen wies die Branche darauf hin, dass die Zahlen mit Vorsicht zu betrachten seien. Juan José Flores, Generaldirektor des Nationalen Verbandes der Beeren-Exporteure Mexikos (Aneberries), erklärte, dass dieser Sprung bei den Exporten weitgehend auf konjunkturelle Faktoren zurückzuführen sei, insbesondere auf eine geringere Verfügbarkeit von Obst in bestimmten Bundesstaaten der USA aufgrund lokaler Wetterkomplikationen, was ein zusätzliches Nachfragefenster für das mexikanische Produkt eröffnet habe.

Mit Blick auf die kommenden Saisons rechne die Branche nicht mehr mit einem rasanten Wachstum des Volumens, sondern prognostiziere deutlich moderatere jährliche Schwankungen von etwa 5 %. Die von den Erzeugern geteilte Sichtweise geht davon aus, dass nachhaltiges Wachstum nicht mehr davon abhängen wird, Volumenspitzen anzustreben oder zufällige Zeitfenster zu nutzen, sondern vielmehr davon, eine regelmäßige Präsenz zu festigen, die durch ein ganzjährig konstantes Angebot gestützt wird.

In diesem Sinne hat die mexikanische Branche einen strategischen Wandel hin zu einer Sortenumstellung und einer langfristigen agronomischen Planung eingeleitet. Das zentrale Ziel bestehe darin, einen zunehmend anspruchsvollen globalen Verbraucher mit Obst der Premiumklasse zu versorgen, bei dem das Wertversprechen Geschmack, Größe und Festigkeit mit strengen Standards in Bezug auf Lebensmittelsicherheit, Nachhaltigkeit und sozial-ökologische Verantwortung verbinde.

Hinzu kommen der wachsende Wettbewerb durch andere Erzeugerländer im internationalen Kalender und die durch den Klimawandel bedingten Schwankungen in den Obstplantagen. Wie Aneberries betont, erfordern die Wetterkapriolen ständige Anpassungen in der technischen Bewirtschaftung der Kulturen, um unerwünschte Verschiebungen in den Erntekalendern zu vermeiden, wodurch Technologie, moderne Genetik und herausragende Qualität Mexikos beste Verteidigung auf den Auslandsmärkten darstellen.