Der Ökolandbau als Ausweg aus der Abhängigkeit von fossil erzeugten Düngemitteln solle stärker in den Fokus genommen werden, betonte der Verband. „Der Krieg in Nahost zeigt einmal mehr, wie ohnmächtig wir sind, wenn sich fossile Quellen verschließen und globale Handelswege versperrt werden: Sogar unser täglich Brot gerät dann in Gefahr“, mahnte BÖLW-Vorstandsvorsitzende Tina Andres.
Auch deshalb sei der Ökolandbau „zu Recht“ ein Leitbild der EU: „Weil Bio-Bauern und -Bäuerinnen ohne synthetische Düngemittel auskommen“, erklärte sie. „Kreislaufwirtschaft schützt nicht nur das Klima, sondern bedeutet einen Ausstieg aus globalen Abhängigkeiten“, so die BÖLW-Vorsitzende.
Resiliente Ernährungssysteme fördern
Mit Blick auf die EU-Ziele - zur Erinnerung: bis 2030 sollen rund 25 % der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch bewirtschaftet werden - fordert der BÖLW unter anderem eine stärkere Ausrichtung der EU-Agrarförderung (GAP) auf resiliente Produktionssysteme, einen schrittweisen Ausstieg aus fossilen Betriebsmitteln sowie die Förderung biologischer Prozesse wie der Stickstofffixierung durch den Anbau von Hülsenfrüchten.
Eine stärkere Förderung des Ökolandbaus könne dazu beitragen, die Versorgungssicherheit in Europa zu erhöhen und die Abhängigkeit von internationalen Märkten zu verringern, erinnerte Tina Andres abschließend: „Bio zu fördern, heißt, ein resilientes Ernährungssystem zu fördern. Mehr Bio bedeutet mehr Sicherheit und Zukunft für Deutschland und Europa.“