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Maersk führt integrierte Kühlkettenlösung für chilenisches Obst und Gemüse ein

Maersk hat gemeinsam mit dem Frischobstanbieter Oppy und dem Hafen von Wilmington (North Carolina) eine integrierte Kühlkettenlösung für reguliertes Obst und Gemüse aus Chile an die US-Ostküste entwickelt.

rote Trauben an der Rebe
© Michael Schotten

Die Lösung verbindet Ursprungslogistik, Seetransport, Hafenabwicklung, Begasung, Inlandstransport und Kühllagerung zu einer durchgängigen Lieferkette. Damit reagiert das Unternehmen auf Engpässe bei der vorgeschriebenen Begasung regulierter Produkte wie Tafeltrauben. 

Bisher wurde diese entweder im Ursprungsland oder an häufig stark ausgelasteten US-Einfuhrhäfen durchgeführt, was laut Maersk regelmäßig zu Verzögerungen und erhöhten Qualitätsrisiken führte. Künftig erfolgt die Begasung am Bestimmungsort im Hafen von Wilmington und wird direkt in die nachgelagerte Kühlkettenlogistik eingebunden.

Nach Angaben von Maersk wurden die dafür erforderlichen Kapazitäten innerhalb von sechs Monaten durch zusätzliche Genehmigungen und Infrastrukturmaßnahmen geschaffen. Nach dem Löschen der Schiffe können die Waren unmittelbar begast und anschließend über das integrierte Kühllager in Wilmington weiterverteilt werden. Erprobt wurde das Konzept während der chilenischen Traubensaison 2026.

Laut Maersk sorgte der Pilotversuch für eine schnellere Warenverfügbarkeit und geringere Transportkosten als alternative Logistikwege. Künftig sollen über die erweiterten Begasungskapazitäten neben Tafeltrauben auch weitere regulierte Produkte wie Spargel, Heidelbeeren und Zitrusfrüchte abgewickelt werden.