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Inflation auf Jahreshoch: Frischgemüse zieht an, Obst wird günstiger

Die Inflationsrate in Deutschland ist im September 2026 auf +3,3 % gestiegen. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Im August hatte sie bei +2,9 % gelegen, im Juli bei +2,8 %. 

Einkaufswagen im Supermarkt
© benjaminnolte - AdobeStock

„Die Inflationsrate erreichte im September mit über drei Prozent einen neuen Jahreshöchststand. Das war zugleich der höchste Wert seit Dezember 2023“, sagt Destatis-Präsidentin Ruth Brand. Verantwortlich für den Anstieg seien erneut die Energiepreise.

Gegenläufige Entwicklung im Frischesortiment

Nahrungsmittel verteuerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat insgesamt nur um 0,4 % (August: +0,1 %). Sie blieben damit deutlich unter der Gesamtteuerung. Innerhalb des Frischesortiments zeigt sich allerdings ein geteiltes Bild: Frisches Gemüse lag 12,0 % über dem Niveau von September 2025, frisches Obst 4,9 % darunter.

Diesel und Heizöl als Kostentreiber

Für Erzeugerbetriebe, Handel und Logistik ist vor allem die Energiepreisentwicklung bedeutsam. Energieprodukte kosteten laut Destatis 14,9 % mehr als im Vorjahresmonat. Das war der stärkste Anstieg seit Februar 2023. Kraftstoffe verteuerten sich um 37,1 % (August: +27,7 %), leichtes Heizöl sogar um 74,9 % (August: +49,6 %). Hintergrund sei der Preisauftrieb am Rohölmarkt seit Beginn des Iran-Kriegs. Strom (−5,5 %) und Erdgas (−2,8 %) blieben hingegen günstiger als im Vorjahr. Dies gehe teilweise auf Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung zurück.

Die zum 1. Oktober 2026 gesenkte Energiesteuer auf Kraftstoffe (Tankrabatt) ist in den Septemberzahlen noch nicht berücksichtigt. Die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie lag unverändert bei +2,4 %.