Diese natürlichen Fressfeinde könnten zu einer wichtigen neuen Verteidigungslinie in einem Kampf werden, der sich über Jahre hinzieht und Milliarden gekostet hat. Dies gilt insbesondere für Bio-Bauern, die nur begrenzte Möglichkeiten zur Bekämpfung der Blattflöhe haben, sagte Xavier Martini, außerordentlicher Professor für Entomologie an der UF/IFAS. Auch Privatanbauer könnten die Raubinsekten einsetzen, um Blattflöhe zu bekämpfen.
Es liege noch ein langer Weg vor der Branche. Die Forscher müssen nun beobachten, wie sich die Insekten außerhalb des Labors unter realen Bedingungen verhalten. In der Vergangenheit haben Wissenschaftler die Fähigkeit von Raubinsekten untersucht, Nymphen und ausgewachsene Blattflöhe zu fressen. Dies war das erste Experiment mit Blattfloheiern, so Martini.
Die Wissenschaftler untersuchten die Winzige Piratenwanze, die Larve der Grünen Florfliege, einen Marienkäfer namens „Mealybug Destroyer“ und die Raubmilbe Amblyseius swirskii. Mit Ausnahme von Amblyseius swirskii reduzierten alle die Eierzahl deutlich. Die Forschung zeige, dass drei der vier räuberischen Insekten Blattfloheier in hohem Maße fressen. Innerhalb von zwei Tagen verzehrten die winzigen Raubwanzen 67 Eier, während die Florfliegenlarven 111 und der „Mealybug Destroyer“ 153 Eier fraßen. Mit 93 % bzw. 97 % fraßen die grüne Florfliege und der „Mealybug Destroyer“ die meisten Eier.
Jawwad Qureshi, außerordentlicher Professor für Entomologie am Southwest Florida Research and Education Center und Mitautor der aktuellen Studie, sagte, dass die Erzeuger diese Ergebnisse zu schätzen wissen werden.
„Die Ergebnisse zum Eierverzehr sind vielversprechend“, sagte Qureshi. „Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass der gezielte Einsatz von Florfliegen oder Wolllausvernichtern gegen die Eier der asiatischen Zitrusblattfliege die nachhaltige Bekämpfung der Blattfliege erheblich verbessern und langfristig zur Eindämmung der HLB in Zitrusplantagen beitragen könnte.“