Gurken und Wassermelonen sind Verkaufsschlager in niederländischen Supermärkten
Der Absatz von frischem Obst und Gemüse in den niederländischen Supermärkten ist in der ersten Hälfte des Jahres 2026 leicht gestiegen.
Vor allem Gurken und Wassermelonen stechen dabei hervor. Auch Mandarinen, Goldkiwis, Avocados, Erdbeeren, Birnen und Kirschen verzeichneten gute Verkaufszahlen. Der Absatz von Produkten wie Orangen, weißen Trauben, Mangos, Ananas und Pfannengemüse ging hingegen zurück. Das geht aus Informationen von GroentenFruit Huis hervor, die auf Daten von Circana basieren.
Von Januar bis Mitte Juli (Woche 1 bis einschließlich 28) wurden im Vergleich zum Vorjahr 1 % mehr frisches Obst und Gemüse an der Kasse verkauft oder online bestellt. Das verkaufte Gewicht sowohl von unverarbeitetem Obst als auch von unverarbeitetem Gemüse lag um 2 % höher als vor einem Jahr.
Bei geschnittenem Gemüse sah das Bild anders aus: Der Absatz ging um 2 % zurück. Vor allem Wokgemüse, italienisches Pfannengemüse, Eintopfgemüse und Sauerkraut landeten seltener im Einkaufswagen. In anderen Kategorien von geschnittenem Gemüse war hingegen ein Wachstum zu verzeichnen, darunter bei Champignons, Rohkost und frischen Kräutern.
Wassermelone sticht hervor
Frisch geschnittenes Obst schnitt hingegen besser ab als im Vorjahr. Der Absatz stieg um 6 %. Dabei spiele die Wassermelone eine Hauptrolle: Etwa ein Drittel des verkauften geschnittenen Obsts bestehe aus Wassermelone. Auch Mango und Ananas seien Verkaufsschlager in dieser Kategorie, während der Absatz von Obstsalaten etwas nachgelassen habe.
Nicht nur geschnittene Wassermelonen verkauften sich gut. Auch der Absatz ganzer Wassermelonen stieg auf einen neuen Rekordwert. Insgesamt – geschnitten und ungeschnitten – verkauften niederländische Supermärkte ein Viertel mehr Wassermelonen als im Vorjahr.
Der Durstlöscher unter den Gemüsesorten
Auch die Gurke gehört zu den Verkaufsschlagern des Jahres 2026. Wer vor Jahren dachte, der niederländische Verbrauch habe seinen Höhepunkt erreicht, wird vorerst eines Besseren belehrt. In den vergangenen Jahren seien die Verkaufszahlen in den Niederlanden weiter gestiegen und lagen in diesem Jahr bis Mitte Juli um 8 % höher als im Vorjahr.
Der ultimative Durstlöscher profitiere von den immer milderen Wintern und den frühen, langen Sommern. In fast allen Wochen bis Mitte Juli lagen die Verkaufszahlen über dem Niveau von 2025.
Verlagerung innerhalb der Tomatensparte
Innerhalb der Tomatensparte sei eine deutliche Verlagerung zu beobachten. Der Absatz von runden Tomaten sei seit Jahren rückläufig, und dieser Trend setze sich auch zu Beginn des Jahres 2026 fort. Zudem fällt auf, dass sich der Absatz zunehmend von kleineren zu größeren Tomaten verlagere.
Snacktomaten, lose Kirschtomaten und Cocktail-Rispentomaten verzeichneten zusammen einen Rückgang von 7 %. „Normale“ Rispentomaten verzeichneten hingegen einen Anstieg von 9 %. Eine Erklärung für den Rückgang bei kleinen Tomaten liege im geringeren Angebot. Die Produktion von Snack- und Kirschtomaten war sowohl in den Niederlanden als auch in Marokko geringer als in den Vorjahren. In Marokko spielte u.a. ungünstiges Wetter eine Rolle.
Unterm Strich blieb der Gesamtabsatz von Tomaten in den niederländischen Supermärkten übrigens auf dem Niveau von 2025.
Weniger ungeschnittene Frischpackungen
Frischpackungen haben in den vergangenen Jahren stark an Beliebtheit gewonnen, doch bis Mitte Juli 2026 zeigen die Zahlen einen Rückgang um 3 %. Etwa jede fünfte verkaufte Frischpackung sei geschnitten. Der Absatz von geschnittenen Frischepackungen stieg um 5 %, während der von ungeschnittenen Varianten um 5 % zurückging. So wurden u.a. weniger Frischepackungen „Curry Madras“ und „Italienische Lasagne“ verkaufe. Bei den geschnittenen Frischepackungen gehören „Orientalisches Nasi“ und „Traybake-Gnocchi“ zu den Verkaufsschlagern.
Sortiment bleibt in Bewegung
Die Zahlen für etwa die erste Hälfte des Jahres 2026 zeigen, dass sich das Obst- und Gemüsesortiment in den niederländischen Supermärkten im Wandel befinde. Wassermelonen und Gurken gewinnen an Boden, bei den Tomaten verschieben sich die Vorlieben und bei den Frischverpackungen scheine Bequemlichkeit eine immer größere Rolle zu spielen. Ob sich diese Entwicklungen auch in den Jahreszahlen bestätigen, wird die zweite Hälfte des Jahres 2026 zeigen.