Im Mittelpunkt stand die Frage, ob Rauch, Brandgase, Löschwasser oder Schäden an den Gebäuden Auswirkungen auf die gelagerten Lebensmittel hatten. Ziel der Kontrollen ist es, sicherzustellen, dass ausschließlich gesundheitlich unbedenkliche Lebensmittel in den Verkauf gelangen.
„Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich darauf verlassen können, dass die Lebensmittel, die sie kaufen, sicher und einwandfrei sind – gerade nach einem außergewöhnlichen Ereignis wie diesem. Deshalb haben wir die betroffenen Betriebe von Beginn an eng begleitet und konsequent kontrolliert“, sagte Dr. Jana Lohmann, Leiterin der Stuttgarter Lebensmittelüberwachung.
Der Brand stellte einige Unternehmen auch vor ganz praktische Probleme. Für die am Sonntag und Montag erwarteten Lebensmittellieferungen standen mindestens drei Betrieben keine Lagermöglichkeiten mehr auf dem Großmarktgelände zur Verfügung. Als mögliche Lösungen nannte die Lebensmittelüberwachung die Anmietung von Kühltransportern oder die Zusammenarbeit mit nicht betroffenen Betrieben.
Die Unternehmen wurden außerdem darüber informiert, wie mit möglicherweise beeinträchtigten Waren umzugehen ist und welche Schritte vor der Wiederinbetriebnahme von Betriebs- und Lagerbereichen notwendig sind. Bereiche mit Brand-, Rauch- oder Wasserschäden dürfen erst nach fachlicher Bewertung und in Abstimmung mit den zuständigen Behörden wieder genutzt werden.
Der Großbrand war am Freitagabend auf dem Gelände ausgebrochen. Beim Eintreffen der Feuerwehr standen zwei Lagerhallen in Brand. Wegen der Einsturzgefahr konnten die Einsatzkräfte die Hallen nicht betreten. Mehr als 350 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Technischem Hilfswerk waren im Verlauf des Einsatzes vor Ort. Teile der beschädigten Gebäude wurden mit schwerem Gerät abgetragen, um Brand- und Glutnester erreichen zu können.
Neuer Brand am Dienstagabend
Nach rund 60 Stunden Einsatz meldete die Feuerwehr am Montagmorgen „Feuer aus“. Die Feuerwehr geht davon aus, dass es auch während der weiteren Abrissarbeiten zu weiteren Einsätzen kommen kann. Zuletzt kam es am Dienstagabend gegen 19:50 Uhr zu einem stärkeren Brandereignis mit Flammen und Rauchentwicklung an einer betroffenen Lagerhalle. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte ein Übergreifen auf weitere Gebäudeteile verhindert werden. Es kamen mehrere Löschrohre, am Boden und über eine Drehleiter zum Einsatz. Eine Drohne der Feuerwehr erstellte mit einer Wärmebildkamera Bilder aus der Luft. Diese Bilder halfen bei der weiteren Bewertung der Einsatzmaßnahmen.
Es kam nach Angaben der Feuerwehr zu einer Rauchentwicklung über dem Gelände, welche zu keiner Zeit eine Gefährdung für die Bevölkerung darstellte. Die Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr konnten gegen 22:30 Uhr beendet werden. Die Brandstelle wird immer wieder kontrolliert.
Am Mittwoch werden die Abrissarbeiten weiter intensiviert.
In den nicht betroffenen Bereichen des Großmarktes läuft der Betrieb wieder. Die Lebensmittelüberwachung will die betroffenen Unternehmen in den kommenden Tagen weiter begleiten und die Lage mit weiteren Kontrollen und Begehungen fortlaufend bewerten.
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