Global Coalition of Fresh Produce zeigt Sicherheit von O+G auf
Die Global Coalition of Fresh Produce hat ihren dritten Informationsbericht in der Reihe „Obst und Gemüse – Globale Wertschöpfungsketten erklärt“ veröffentlicht, dessen Schwerpunkt dem Bündnis zufolge auf der Sicherheit von Obst und Gemüse liegt.
Der Informationsbericht geht auf Unsicherheiten hinsichtlich Rückständen von Agrochemikalien in frischen Erzeugnissen ein und zeigt auf, dass Obst und Gemüse nicht nur schmackhaft und nahrhaft ist, sondern auch vollkommen sicher verzehrt werden kann. In fast allen Ländern der Welt üben die Regulierungsbehörden eine strenge Kontrolle über die Zulassung und den Einsatz von Agrochemikalien sowie über die Höhe der chemischen Rückstände aus, die auf oder in Obst und Gemüse verbleiben dürfen.
Der Bericht
- zeigt die entscheidende Rolle auf, die Agrochemikalien beim Schutz der landwirtschaftlichen Produktivität und bei der Gewährleistung von Lebensmittelqualität und -sicherheit spielen – insbesondere angesichts des Klimawandels;
- hebt die strenge Kontrolle hervor, die die Regulierungsbehörden durch umfassende gesetzliche Rahmenbedingungen für die Zulassung, Kennzeichnung und Anwendung über den Einsatz von Agrochemikalien ausüben;
- zeigt, dass die Festlegung von Rückstandshöchstwerten – der Menge an chemischen Rückständen, die in oder auf jeder Art von Erzeugnis verbleiben darf – strengen Risikobewertungsverfahren unterliegt und große Sicherheitsmargen einbezieht;
- argumentiert, dass das Fehlen weltweit harmonisierter Standards für chemische Rückstände ein erhebliches Handelshemmnis darstellt. Die Erzeuger müssen für jeden Importmarkt unterschiedliche Standards erfüllen, was zu einem komplexen regulatorischen Umfeld führt und die Produktions- und Transaktionskosten erhöht.
Die zeige, dass Verbraucher beim Kauf und Verzehr von Obst und Gemüse Vertrauen haben können, unabhängig davon, wo diese angebaut wurden. Die von den Aufsichtsbehörden festgelegten Grenzwerte für chemische Rückstände in Obst und Gemüse beinhalten Sicherheitsmargen, die selbst für die am stärksten gefährdeten Verbrauchergruppen das 100- bis 1000-Fache betragen, und werden streng durchgesetzt.
Fehlerhafte Methoden
Alarmierende Meldungen über Pflanzenschutzmittel in Obst und Gemüse würden in den Medien große Beachtung finden, jedoch auf fehlerhaften Methoden, die keine wissenschaftliche Risikobewertung beinhalten, basieren. Diese Berichte, die meist darauf abzielen, Angst zu schüren, berücksichtigen nicht, dass das bloße Vorhandensein eines Rückstands auf Obst oder Gemüse nicht bedeute, dass dieses Obst oder Gemüse nicht sicher verzehrt werden könne. Da Verbraucher sowohl in Ländern mit niedrigem als auch hohem Einkommen ohnehin schon viel zu wenig Obst und Gemüse essen, bestehe eine der besorgniserregendsten Auswirkungen dieser Berichte darin, dass sie Menschen davon abhalten könnten, Obst und Gemüse zu essen, das vollkommen sicher sei. Das eigentliche Risiko sei nicht die Pflanzenschutzmittelbelastung, sondern der Mangel an Obst und Gemüse.
Die weltweite Frischwarenbranche setze sich entschlossen dafür ein, Verbrauchern weltweit eine breite Palette an gesunden und sicheren Obst- und Gemüsesorten anzubieten. Die Erzeuger entwickeln und implementieren rasch innovative Lösungen und Technologien, um den Einsatz von Agrochemikalien zu reduzieren. Dieser Trend wird durch einen zunehmend strengeren regulatorischen Ansatz beim Einsatz von Agrochemikalien und die wachsende Nachfrage der Verbraucher nach nachhaltigen und gesunden Produkten weiter vorangetrieben.
Straffen, abstimmen, sicherstellen
Gleichzeitig sollten politische Entscheidungsträger die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Agrarchemikalien straffen und aufeinander abstimmen, um sicherzustellen, dass die Produktzulassung und die Festlegung von Rückstandshöchstwerten auf wissenschaftlichen Grundsätzen und harmonisierten internationalen Standards beruhen.
Die Global Coalition of Fresh Produce fordert weitere Maßnahmen, Zusammenarbeit und Wissensaustausch zwischen der globalen Frischobst- und -gemüsebranche, politischen Entscheidungsträgern und anderen Interessengruppen, um Lücken in den aktuellen Bemühungen zu identifizieren, Strategien zur Verbesserung zu entwickeln und die positiven Eigenschaften unserer Produkte für Gesellschaft und Umwelt zu nutzen.