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Fyffes: Bananenbranche braucht tragfähige Strukturen

Bananen gehören weiterhin zu den preisgünstigsten Lebensmitteln im Supermarkt. Gleichzeitig steht die Lieferkette zunehmend unter wirtschaftlichem Druck. Im Vorfeld der Fruit Attraction 2026 ruft Fyffes daher zu einer engeren Zusammenarbeit innerhalb der Branche auf, um die langfristige wirtschaftliche, ökologische und soziale Nachhaltigkeit der Kategorie zu sichern.

Fyffes-Chief Commercial Officer Frank Burkhardt
Fyffes-Chief Commercial Officer Frank Burkhardt
© Fyffes
Fyffes Finca Esmeralda
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Produzenten in den Anbauländern sehen sich mit steigenden Kosten für Arbeitskräfte, Betriebsmittel, Verpackung, Energie und Transport konfrontiert. Hinzu kommen klimabedingte Herausforderungen, Pflanzenkrankheiten und komplexere Lieferketten. Nach Angaben von Fyffes haben die Verbraucherpreise für Bananen mit dieser Kostenentwicklung nicht Schritt gehalten.

„Die Bananenbranche steht unter erheblichem Druck“, sagte Frank Burkhardt, Chief Commercial Officer bei Fyffes. „Die Kosten sind in praktisch allen Bereichen der Lieferkette gestiegen, von Betriebsmitteln und Arbeitskräften auf den Farmen bis hin zu Logistik und Transport. Dennoch werden Bananen weiterhin häufig zu Preisen verkauft, die nicht den tatsächlichen Kosten eines verantwortungsvollen Anbaus und einer verantwortungsvollen Lieferung entsprechen. Viele Jahre lang hat die Branche diese Kostensteigerungen aufgefangen. Das ist nicht länger tragfähig.“

Nach Einschätzung des Unternehmens hängt die langfristige Zukunft der Kategorie von einer wirtschaftlich tragfähigen Lieferkette ab. Nur so seien weitere Investitionen etwa in Klimaresilienz, verantwortungsvolle Anbaumethoden, Beschäftigte, lokale Gemeinschaften und die Weiterentwicklung der Lieferkette möglich.

„Nachhaltigkeit hat ökologische, soziale und wirtschaftliche Dimensionen“, sagte Burkhardt. „Zu Recht wird von der Branche erwartet, stärker in Klimaanpassung, verantwortungsvolle Landwirtschaft sowie in das Wohlergehen der Beschäftigten und Gemeinschaften zu investieren. Diese Investitionen setzen jedoch wirtschaftlich tragfähige Farmen und Lieferketten voraus. Wenn Anbauer und Produzenten keine nachhaltigen Erträge erzielen können, ist die langfristige Zukunft der Kategorie gefährdet.“ 
Fyffes sieht deshalb die gesamte Wertschöpfungskette in der Verantwortung und fordert einen stärkeren Dialog zwischen Anbau, Produktion, Import und Handel – einschließlich der Preisgestaltung.

„Dies ist eine gemeinsame Verantwortung“, ergänzte Burkhardt. „Anbauer, Produzenten, Importeure und Einzelhändler müssen gemeinsam einen langfristig nachhaltigen Plan für die Kategorie entwickeln. Diese Diskussion muss auch die Preisgestaltung für Bananen einschließen. Wenn wir wollen, dass Anbauer weiterhin in ihre Farmen, Beschäftigten und Gemeinschaften investieren, und wenn Verbraucher auch künftig zuverlässig Zugang zu hochwertigen Bananen haben sollen, muss die Wertschöpfungskette die tatsächlichen Kosten für Anbau und Lieferung der Früchte anerkennen.“

Parallel investiert Fyffes nach eigenen Angaben weiter in Versorgungssicherheit, Kategorieentwicklung und Nachhaltigkeit. Das Unternehmen bezieht Produkte aus zehn Ursprungsländern und setzt auf ein integriertes Logistiknetzwerk sowie langfristige Partnerschaften. Zudem verfolgt Fyffes das Ziel, bis 2035 30 % seiner Produkte aus regenerativen Landwirtschaftssystemen zu beziehen.

Auf der Fruit Attraction will das Unternehmen mit Kunden und Branchenpartnern über die aktuellen Herausforderungen im Bananen- und Ananassektor sowie mögliche langfristige Lösungsansätze sprechen. „Bananen sind seit so langer Zeit jederzeit verfügbar und erschwinglich, dass leicht unterschätzt wird, wie viel Investition, Fachwissen und Komplexität erforderlich sind, um sie von den Farmen in die Supermarktregale zu bringen“, sagte Burkhardt.

Am Fyffes-Stand (10 D 18) stehen zudem die Themen Beschaffung, Nachhaltigkeit, Kategorieentwicklung und Verbraucheraktivierungen der Marken Fyffes und Trudi’s im Mittelpunkt.