Zu diesem Zweck haben Freshfel Europe und seine Mitglieder 2022 die Environmental Footprint Initiative ins Leben gerufen, um gemeinsam eine Methodik zur Berechnung des ökologischen Fußabdrucks von frischem Obst und Gemüse (FreshProducePEFCR), eine Datenbank und digitale Tools zu entwickeln, die von der Branche, den Interessengruppen und den Verbrauchern allgemein akzeptiert werden.
Das Technische Sekretariat (TS) der FreshProducePEFCR hat in den vergangenen Jahren an einer harmonisierten Lösung für den Sektor gearbeitet, die sich an der von der EU empfohlenen Methodik für den Produkt-Umweltfußabdruck (PEF) orientiert, um die Nachhaltigkeit des Sektors zu verbessern und seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Die FreshProducePEFCR verfolge einen ganzheitlichen Ansatz, der 16 Indikatoren zur Messung der Umweltauswirkungen eines Produkts umfasse, von Wasser bis zur Landnutzung.
Die technischen Arbeiten an der FreshProducePEFCR-Methodik, die von Wageningen Social &
Economic Research (WUR) durchgeführt wurden, endeten Ende 2025 mit zwei Workshops zur Wahl der Energiezuweisung für Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK), um sicherzustellen, dass die genauesten und geeignetsten Modelle für die Berechnungen verwendet werden konnten. Während der Workshops einigten sich LCA-Experten, Erzeuger und andere Interessengruppen darauf, dass die Exergiezuweisung für KWK-Anlagen die beste Option sei, um die Umweltauswirkungen der KWK widerzuspiegeln
und den Erzeugern die richtigen Anreize zu bieten. Der FreshProducePEFCR ist nun veröffentlicht und in der Bibliothek der WUR sowie auf der Website von Freshfel verfügbar.
Da die Entwicklungsphase der Methodik nun abgeschlossen ist, geht das Projekt für den FreshProducePEFCR in die nächste Phase über: die Übernahme und Umsetzung durch die vielfältigen Akteure im Frischwarenhandel. Für das erste Quartal 2026 ist ein Online-Webinar mit interessierten Anbietern digitaler Tools geplant, gefolgt von einem Treffen mit den Einzelhändlern.