Haupttreiber der Saison ist nicht die Menge, sondern das Timing: Überdurchschnittlich milde Temperaturen im Winter hätten die Produktion vorgezogen und in den Wintermonaten konzentriert. Die Folge sei ein Angebotsüberhang, der den Markt über Monate unter Druck gesetzt habe. Im Dezember lagen die Erzeugerpreise laut Agreste um 32 % unter dem Vorjahreswert und sogar 42 % unter dem Fünfjahresmittel.
Das wichtigste Erzeugergebiet ist der Westen (Normandie/Bretagne) mit rund 161 300 t und 10/487 ha – hier fällt der Produktionsrückgang mit 12 % besonders deutlich aus. Die nordfranzösische Anbauregion Nord-Pas-de-Calais hingegen verzeichnet trotz kleinerer Flächen (84 ha) ein leichtes Plus von 7 % auf 19.500 t.
Schwache Nachfrage, volle Märkte
Im Januar habe das reichliche Angebot trotz einzelner Kälteperioden kaum abgebaut werden können. Exportmöglichkeiten hätten die Lage etwas gestützt, seien jedoch durch Konkurrenz aus Spanien und Italien begrenzt gewesen. Im Februar seien die Preise erneut eingebrochen und lagen 23 % unter dem Fünfjahresmittel. An bretonischen Auktionen habe es Ende Februar unverkaufte Ware gegeben, meldet Agreste.
Bei den Außenhandelsströmen verzeichnete Frankreich zwischen Juni 2025 und Januar 2026 eine Exportmenge von Blumenkohl und Brokkoli von 49 600 t, was -8 % gegenüber Vorjahr bedeutet, sowie Importe von 34 300 t (-17 %). Der Außenhandelsüberschuss stieg damit auf 15 300 t (+18 %).
Weitere Details zur Blumenkohlproduktion in Frankreich und Entwicklungen zur Absatzförderung lesen Sie im Frankreich Special auf Seite 20.