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Flandern: Inagro erforscht Möglichkeiten für Haselnussanbau

Das westflämische Forschungs- und Beratungszentrum Inagro hat ein neues Haselnuss-Demo-Feld angelegt, um den Anbau von Haselnüssen in Flandern weiter zu erforschen. Darüber berichtete der flämische Agrarnachrichtendienst VILT.

Haselnüsse am Baum
© beatuerk/Fotolia

Obwohl das Interesse an Haselnüssen aufgrund ihres Marktpotenzials – insbesondere für die Schokoladenindustrie – und der steigenden Nachfrage nach pflanzlichen Proteinen wachse, fehle es bislang an regionaler Praxiserfahrung und Fachwissen, so Inagro. 

Mit dem neuen Versuchsfeld wolle man Landwirte bei der Sortenwahl, Anlage und Bewirtschaftung von Haselnussplantagen unterstützen. Dazu wurden sieben vielversprechende Haselnusssorten gepflanzt, die in den kommenden Jahren hinsichtlich Kriterien wie Ertrag, Qualität oder Krankheitsanfälligkeit untersucht werden. Darüber hinaus sollen wichtige Anbaufragen wie Schnittmethoden, Bewässerung, Düngung und Unkrautbekämpfung erforscht werden. Sobald die Sträucher nach etwa vier Jahren ausreichend Ertrag liefern, wird das Projekt auch verschiedene Erntetechniken und deren Einfluss auf die Nussqualität analysieren. 

Ein besonderer Schwerpunkt liegt laut dem Bericht von VILT auf der Mechanisierung, da eine effiziente und kostengünstige Ernte als entscheidender Faktor für die wirtschaftliche Rentabilität des Haselnussanbaus in Flandern gilt. Ziel sei es, praxisnahes Wissen zu schaffen, das an die regionalen Boden-, Klima- und Betriebsbedingungen angepasst ist.