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EPAL verweist auf Vorteile offener Palettensysteme

EPAL Deutschland sieht in der zunehmenden Vernetzung von Transport, Lagerung, Fulfillment und Zustellung einen wachsenden Bedarf an einheitlichen physischen Standards in der Logistik. Hintergrund sei, dass Unternehmen ihre Lieferketten zunehmend über verschiedene Dienstleister und Standorte hinweg organisieren. 

EPAL Europalette
© EPAL

Als Beispiel nennt EPAL die Öffnung von Logistiknetzwerken für externe Unternehmen und die Zusammenführung bislang getrennter Logistikleistungen zu integrierten Angeboten.
 
Nach Angaben von EPAL reichen gemeinsame digitale Datenformate allein nicht aus, um solche Lieferketten effizient zu gestalten. Ebenso wichtig seien standardisierte physische Schnittstellen, damit Waren ohne zusätzliche Anpassungen zwischen unterschiedlichen Transport-, Lager- und Fulfillmentstrukturen bewegt werden können. Offene Standards sollen dabei die Zusammenarbeit verschiedener Marktteilnehmer erleichtern und die Flexibilität in der Logistik erhöhen. 

Als Beispiel führt EPAL sein offenes Tauschsystem für Europaletten an. Mit nach eigenen Angaben mehr als 670 Millionen EPAL-Europaletten im Umlauf stünden Unternehmen standardisierte Ladungsträger zur Verfügung, die hersteller- und unternehmensübergreifend genutzt werden können. Die Paletten werden im offenen Pool getauscht, mehrfach verwendet und bei Bedarf von lizenzierten Betrieben repariert. Dadurch könnten unterschiedliche Logistikpartner, Transportwege und Lagerstandorte miteinander kombiniert werden, ohne an ein geschlossenes Palettensystem gebunden zu sein.
 
EPAL weist darüber hinaus auf die europäische Verpackungsverordnung (PPWR), deren Anwendung für Paletten am 12. August 2026 beginnt. Zudem weist EPAL darauf hin, das vorgeschriebene Konformitätsbewertungsverfahren abgeschlossen und eine EU-Konformitätserklärung für neue und gebrauchte EPAL-Europaletten vorgelegt zu haben. Diese bestätige unter anderem, dass es sich um wiederverwendbare Transportverpackungen handelt und das offene EPAL-Tauschsystem die Anforderungen der PPWR an offene Wiederverwendungssysteme erfülle.
 
Nach Auffassung von EPAL tragen offene Mehrwegsysteme dazu bei, Lieferketten effizienter und widerstandsfähiger zu gestalten sowie die Kreislaufwirtschaft zu fördern. Durch den wiederholten Einsatz, den Tausch und die Reparatur der Paletten könne der Bedarf an neuen Ladungsträgern reduziert werden.