Die eingebaute Resistenz biete keine alles umfassende Lösung gegen Blattläuse, sondern einen schlagkräftigen Baustein eines integrierten Bekämpfungsansatzes. Parallel dazu sei es essenziell, dass für Anbauer biologische Methoden und Pflanzenschutzlösungen im Sinne eines integrierten Produktionsverfahrens zur Verfügung stehen, um aktuelle Herausforderungen gezielt angehen zu können. Auch im Sinne eines aktiven Resistenzmanagements sei dies von hoher Bedeutung. Gemeinsam mit Partnern arbeite das Unternehmen an Strategien für ein nachhaltiges Management von Nasonovia ribisnigri.
Das umfassende Resistenz-Paket bietet doppelten Schutz
Das Besondere an den neuen HR-Sorten sei ihr umfassendes Resistenzpaket: HR gegen Nasonovia (Nr:0,1) sowie eine vollständige Bremia-Resistenz (Bl:29–41EU). Damit seien die Pflanzen nicht nur gegenüber Nasonovia Nr:0 und Nr:1 deutlich besser geschützt, sondern würden zusätzlich über umfangreiche Resistenzen gegen weitere relevante Krankheiten verfügen. Für Anbauer im Freiland bedeute dies: mehr Sicherheit und ein spürbar reduziertes Risiko über die gesamte Kulturdauer. Mit Nasonovia Nr:0,1 Resistenz, beginne der Schutz von innen.
HR-Resistenzstandards und Unterscheidungsmerkmale
Nach Unternehmensangaben entsprechen die getesteten Sorten den Kriterien der International Seed Federation (ISF) für hohe Resistenz (HR). Entsprechende Ergebnisse seien in verschiedenen Anbaugebieten erzielt worden. Für den Freilandanbau bedeute dies eine höhere Produktionssicherheit und ein deutlich reduziertes Risiko über die gesamte Kulturdauer.
Kommerzielle Verfügbarkeit und Vorteile für Salatanbauer
Die erste resistente Eissalatsorte Lenovia (E01E.13418) im kompakten Segment zeichnet sich laut Enza Zaden durch stabiles Wachstum, eine runde Kopfform und ein umfassendes Resistenz- Paket gegen Blattläuse und Bremia aus. Ab dem 1. Mai werde die Sorte kommerziell verfügbar sein. Weitere Sorteneinführungen in anderen Segmenten mit diesem erweiterten Resistenz-Paket sind ab Mitte Mai geplant.