Unter dem Titel „Das wirtschaftliche Rückgrat Deutschlands: Warum leistungsfähige Häfen unverzichtbar sind“ kamen die Perspektiven von Industrie, Handel, Politik und Hafenwirtschaft zusammen. Vertreten wurden sie durch Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG, Friedrich Fuchs, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Lidl Deutschland, Christian Hirte, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr sowie Tino Klemm, Chief Financial Officer der Hamburg Port Authority AöR und Vertreter der Allianz Deutsche Häfen. Im Mittelpunkt stand die Bedeutung leistungsfähiger Häfen für verlässliche Lieferketten, eine sichere Warenversorgung und die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.
Für die Allianz Deutsche Häfen erklärt Tino Klemm: „Wir brauchen eine nationale Hafenpartnerschaft von Bund, Ländern und Hafenstandorten, die Verantwortung bündelt, klare Prioritäten setzt und die notwendigen Investitionen in die Hafeninfrastruktur langfristig absichert.“ In vier interaktiven Themeninseln diskutierten die Teilnehmenden über Versorgungssicherheit, resiliente Lieferketten, Wertschöpfung und die Zukunft der deutschen Häfen. Dabei wurde deutlich: Hafeninfrastruktur, Straßen, Schienen und Wasserstraßen müssen bedarfsgerecht ausgebaut und dauerhaft leistungsfähig gehalten werden. Denn Häfen sind nicht nur für Industrie, Handel und Versorgung unverzichtbar, sondern auch von strategischer Bedeutung für die Sicherheit Deutschlands.
Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG, betont: „Wir betrachten Energienetze als nationale Infrastruktur. Dann sollten wir unsere Häfen auch als das behandeln, was sie sind: strategische Infrastruktur von nationalem Interesse.“ Auch in der abschließenden Paneldiskussion mit Gunnar Groebler, Christian Hirte und Tino Klemm bestand Einigkeit: Um resiliente Lieferketten zu sichern und die Hafeninfrastruktur zukunftsfähig aufzustellen, braucht es mehr Tempo und eine enge Zusammenarbeit von Politik, Industrie und Hafenwirtschaft.
Die Allianz Deutsche Häfen fordert deshalb, die Zukunft der Häfen zu einer gemeinsamen politischen Priorität zu machen. Häfen sind kein regionales Anliegen, sondern eine nationale Aufgabe und eine wesentliche Grundlage für Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und industrielle Wertschöpfung in Deutschland.