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Deutscher Ernährungstag 2026: Neue Impulse für eine starke regionale Ernährung

Eine gute und ausgewogene Gemeinschaftsverpflegung in Schulen und Kitas, Kantinen und Mensen gewinnt stetig an Bedeutung und ist ein wichtiges Ziel des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH).

diverses Gemüse
© Olga Lyubkin/AdobeStock

Welche Rolle lokale und regionale Versorgungsstrukturen dabei spielen können, war eines der Themen beim Deutschen Ernährungstag 2026, so das BMLEH. Weitere Schwerpunkte waren die lokal-regional verankerte, möglichst praxisnahe Ernährungsbildung sowie die Regionalvermarktung. Zu der Veranstaltung unter dem Titel „Lokal vernetzt – regionale Ernährung vor Ort aktiv mitgestalten“ waren rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 21. Mai nach Berlin gekommen. Eröffnet wurde der Deutsche Ernährungstag von Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer.  

Bundesminister Rainer sagte dazu: „Beim Thema Regionalität greifen alle drei Bereiche meines Ministeriums – Landwirtschaft, Ernährung und Heimat – im besten Sinne ineinander. Unsere Landwirte profitieren von möglichst kurzen Wegen: So landen ihre hochwertigen Produkte ganz frisch auf den Tellern zum Beispiel von Kantinen und Mensen. Ihre Erzeugnisse bilden die Grundlage für ein schmackhaftes Essensangebot, das die Gäste gerne annehmen. Gleichzeitig werden auf diese Weise Gemeinschaft und Austausch vor Ort gestärkt. Die Verbesserung der Gemeinschaftsverpflegung ist für uns ein wichtiger Hebel für eine ausgewogene Ernährung, denn jeden Tag essen hier 16 Mio Menschen, davon etwa 6 Mio Kinder und Jugendliche. Mit der Einführung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung in den Grundschulen ab dem kommenden Schuljahr nimmt die Bedeutung einer guten Schulverpflegung noch weiter zu.“ 

Bundesminister Rainer erläuterte in seiner Rede außerdem die ernährungspolitischen Ziele mit vier Schwerpunktthemen:

Gesunde und ausgewogene Ernährung: Ernährungsgewohnheiten werden früh im Leben geprägt, daher verdienen Kinder und Jugendliche besondere Aufmerksamkeit. Darüber hinaus setzt das BMLEH auf gesunden Genuss für Seniorinnen und Senioren. Gemeinschaftliches Essen stärkt zudem die Teilhabe und beugt Einsamkeit vor. Wichtig ist für beide Zielgruppen ein gutes Angebot in der Gemeinschaftsverpflegung.

Lokal-regional verankerte Ernährung: Regionale Lebensmittel und verlässliche Wertschöpfungsketten machen unser Ernährungssystem widerstandsfähiger und stärken wirtschaftliche Strukturen in der Stadt und auf dem Land. Regional verankerte Ernährung fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt, denn sie steht auch für Nähe, Vertrauen, Vielfalt und Verbundenheit mit der Heimat. Das BMLEH unterstützt daher bundesweit Modellprojekte, die regionale Wertschöpfungsketten stärken.

Reduzierung von Lebensmittelverschwendung. Lebensmittel sind wertvoll. Dennoch landen in Deutschland weiterhin zu viele verzehrbare Lebensmittel in der Tonne. Das zu ändern, ist nicht nur eine Frage der Wertschätzung, sondern auch der Nachhaltigkeit: Das Schonen von Ressourcen und das Sichern der Versorgung gehen Hand in Hand. Daher unterstützt das BMLEH Verbraucherinnen und Verbraucher dabei, Lebensmittel bewusster zu nutzen.

Versorgungssicherheit: Ernährungssicherung und private Notfallvorsorge: In Zeiten wachsender Unsicherheiten gewinnt eine stabile, widerstandsfähige Versorgung zusätzlich an Bedeutung. Denn die sichere und krisenfeste Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln ist ein wichtiger Beitrag, um auf Sicherheitslagen vorbereitet zu sein. Dafür modernisiert das BMLEH die Ernährungsvorsorge und schafft die Voraussetzungen für eine zeitgemäße Krisen- und Notfallvorsorge.