Gute Qualitäten und zunehmende Verfügbarkeiten sollen neue Kaufimpulse setzen und die bislang verhaltene Nachfrage beleben - nicht zuletzt mit Blick auf die Sommermonate.
Während sich die Bio-Spargelsaison ihrem Ende nähert, nimmt die neue deutsche Bio-Möhrensaison bereits Fahrt auf - in diesem Jahr früher als im langjährigen Durchschnitt. Sehr gute Wachstumsbedingungen haben einen zeitigen Erntestart ermöglicht. Die ersten Möhren präsentieren sich qualitativ überzeugend und finden zunächst vor allem in regionalen Programmen Absatz. Mit dem sukzessiven Einstieg weiterer Anbaugebiete werden in den kommenden Wochen steigende Mengen erwartet.
Bis zur flächendeckenden Versorgung aus deutscher Ernte wird der Markt weiterhin durch Importe ergänzt. Diese stammen überwiegend aus Südeuropa, vereinzelt auch aus benachbarten Ländern. Die Qualität wird insgesamt als akzeptabel beschrieben, zeigt jedoch Schwächen in der Einheitlichkeit und Sortierung. Entsprechend groß ist die Erwartung an den breiteren Start der deutschen Saison, der für mehr Stabilität sorgen soll.
Der Lebensmitteleinzelhandel bemüht sich, die private Nachfrage gezielt zu beleben und Bio-Gemüse stärker zu platzieren. Ob sich daraus nachhaltige Kaufimpulse ergeben, bleibt abzuwarten. Viele Marktakteure setzen dabei auch auf einen saisonalen Effekt: Mit sommerlicherem Wetter verbinden sich Hoffnungen auf eine höhere Konsumlaune und eine spürbare Belebung des Bio-Gemüseabsatzes. AMI