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Brasilien: Santa Catarina investiert in Forschung

Der brasilianische Bundesstaat Santa Catarina stellt in den kommenden zwei Jahren umgerechnet rund 1,5 Mio Euro für Forschungsprojekte in der Agrarwirtschaft bereit. Koordiniert wird das Programm von Epagri, der staatlichen Forschungs- und Beratungsorganisation für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung in Santa Catarina. Wie Abrafrutas, der brasilianische Dachverband der Obstexporteure, mitteilt, liegt ein Schwerpunkt auf dem Obstbau. 

Mehrere Braeburn-Äpfel hängen an einem Baum, grün mit roten Flecken, umgeben von grünen Blättern.
© Fruchthandel Magazin

Insgesamt umfasse das Programm 54 Forschungsprojekte. Für die Obstbranche relevant seien vor allem Arbeiten zu Krankheiten im Apfelanbau sowie zur Entwicklung krankheitsresistenter Rebsorten, sogenannter PIWI-Trauben. Dabei handele es sich um pilzwiderstandsfähige Reben, die deutlich weniger anfällig für Krankheiten wie Falschen und Echten Mehltau seien. Weiter heißt es, dass sich die Projekte im Apfelanbau auf das phytosanitäre Management in den wichtigsten Anbaugebieten konzentrieren. Demnach werden in Santa Catarina rund 51 % der brasilianischen Äpfel erzeugt. Untersucht werden dem Bericht zufolge u.a. Strategien zur Kontrolle der sogenannten Glomerella-Blattfleckenkrankheit und der Karpelfäule. Feldversuche seien in den Regionen São Joaquim und Fraiburgo geplant. Ein weiteres Projekt befasse sich mit der Einführung und Erprobung von elf PIWI-Rebsorten aus Italien und Deutschland.