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Chile: Walnussexporte nach Europa deutlich rückläufig

Die chilenischen Walnussexporte in wichtige europäische Märkte sind zuletzt deutlich zurückgegangen. Von Januar bis Juli 2026 sanken die Lieferungen nach Deutschland gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 49,8 % auf 4.525 t. Der Exportwert verringerte sich um 46,5 % auf 15,4 Mio US-Dollar. 

Viele Walnüsse sind in einem geöffneten weißen Sack zu sehen.
© FH-Magazin, nsc

Auch die Ausfuhren nach Italien, in die Türkei, nach Spanien und in die Niederlande gingen sowohl hinsichtlich der Menge als auch im Wert zurück. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten „Tree Nuts Annual“ des Foreign Agricultural Service (FAS) des US-Landwirtschaftsministeriums in Santiago hervor. 

Insgesamt exportierte Chile von Januar bis Juli 69.815 t Walnüsse. Das sind 9,7 % weniger als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Noch stärker sank der Wert der Ausfuhren. Das FAS Santiago nennt hier einen Rückgang von 19,2 % auf 198,4 Mio US-Dollar. Für das gesamte Wirtschaftsjahr 2025/26 wird von einem Exportvolumen von 160.000 t ausgegangen (2024/25: 178.325 t). 

Gegenläufig entwickelte sich dem Bericht zufolge der Handel mit Indien. Die Lieferungen stiegen von Januar bis Juli um 91,6 % auf 15.717 t. Der Exportwert legte um insgesamt 54 % auf 40,4 Mio US-Dollar zu. Der im Vergleich zur Menge geringere Wertzuwachs ist laut Bericht auf niedrigere Preise zurückzuführen. 

Für das Wirtschaftsjahr 2026/27 rechnet FAS Santiago mit einer Erholung der chilenischen Walnussproduktion um 3 % auf 170.000 t. Die Anbaufläche soll dagegen nach drei Jahren mit rückläufiger Entwicklung um weitere 3,5 % auf 40.323 ha sinken. Höhere Erträge aufgrund günstiger Klima- und Bodenbedingungen sollen den Flächenverlust mehr als ausgleichen. 

El Niño wird als Unsicherheitsfaktor genannt. Während der Blüte und Bestäubung im September und Oktober 2026 könnten starke Regenfälle, Frost und ungewöhnliche Temperaturen das Risiko für feuchtigkeitsbedingte Krankheiten erhöhen. Je nach Stärke und Zeitpunkt ist es möglich, dass diese Bedingungen die Produktionsaussichten noch beeinträchtigen. Für 2026/27 prognostiziert FAS Santiago aktuell Walnussexporte von 165.000 t. Das wären 3 % mehr als im laufenden Wirtschaftsjahr. 

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