„Ziel der Forschung ist es, die Widerstandsfähigkeit der untersuchten Pflanzen zu erhöhen und die Gesundheit der landwirtschaftlichen Ökosysteme zu stärken“, sagen Prof. Dr. Nadia Soudzilovskaia (CMK UHasselt) und Prof. Dr. Ive De Smet (VIB-UGent), die die Studie leiten werden. In den kommenden drei Jahren wird untersucht, wie Birnen, Weizen und Soja auf Klimastress wie Hitze oder Trockenheit reagieren und wie sie sich daran anpassen. Dabei wird nicht nur die Pflanze selbst analysiert, sondern auch die Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem.
So wird u.a. beobachtet, wie Mikroorganismen im Boden reagieren und wie viel Kohlenstoff und Stickstoff bei der Wechselwirkung zwischen Pflanze und Boden freigesetzt werden. Um verschiedene Klimaszenarien nachzubilden, werden sogenannte „Ecotrons“ eingesetzt. Dabei handelt es sich um transparente, kuppelförmige Systeme, in denen zahlreiche Faktoren gesteuert und gemessen werden können. „In dieser einzigartigen Infrastruktur kann jeweils ein komplettes Ökosystem wachsen. Verschiedene Techniken und Sensoren helfen dabei, dies zu kontrollieren“, erklärt De Smet. „In unseren Experimenten werden wir auch kleinere Versionen, die sogenannten Rapid Assessment Units, einsetzen.“
Ziel des Projekts ist es, die Widerstandsfähigkeit der untersuchten Pflanzen zu verbessern und die Gesundheit landwirtschaftlicher Ökosysteme zu stärken. „Sobald wir wissen, wie die Pflanzen auf unterschiedliche Klimabedingungen reagieren, können Anpassungen im Ökosystem vorgeschlagen werden. Außerdem kann weiter in Richtung klassischer Züchtung oder Genome Editing geforscht werden“, so De Smet. Das Projekt wurde mit 800.000 Euro aus der Impulsfinanzierung der flämischen Regierung gefördert und wird drei Jahre dauern.