Belgien: Hoher Preisdruck durch südeuropäische Ware auf dem heimischen Markt
Steigende Importe aus Spanien setzen laut einem Bericht des flämischen Agrarnachrichtendienstes VILT (www.vilt.be) die Tomatenpreise in Belgien unter Druck. Rispen-Tomaten erzielten derzeit rund 1,50 Euro je Kilogramm. Für die Erzeuger sei das angesichts der hohen Energiekosten zu wenig.
Nach einer hitzebedingten Angebotsknappheit in Südeuropa hatte sich die Versorgung mit Tomaten auf dem europäischen Markt zuletzt wieder erhöht. Insbesondere aus Spanien gelangen seit rund drei Wochen größere Mengen nach Nordeuropa. Das berichtet die Erzeugergenossenschaft BelOrta gegenüber VILT. Die zunehmenden Lieferungen setzen die heimischen Erzeuger in der Folge zunehmend unter Druck. Nach Einschätzung von BelOrta ist dieses Preisniveau für die Produzenten angesichts der hohen Strom- und Gaspreise nicht ausreichend.
Saisonaler Wettbewerb mit spanischer Ware
Die verstärkte Präsenz spanischer Erzeugnisse auf dem nordeuropäischen Markt ist zu dieser Jahreszeit üblich. Spanische Exporteure versuchen traditionell, ihre Ware verstärkt in Nordeuropa abzusetzen. Das führt regelmäßig zu einem erhöhten Wettbewerbsdruck und sinkenden Preisen u.a. für belgische Tomatenerzeuger. Auch bei Gurken und Zucchini hat das Angebot aus Südeuropa dem Bericht zufolge zugenommen. Von einer allgemeinen Angebotsknappheit könne deshalb derzeit nicht mehr gesprochen werden, erklärt BelOrta gegenüber VILT. In etwa zwei bis drei Wochen dürfte sich die Situation jedoch verändern. Dann werden zunehmend Tomaten aus jüngeren Kulturen, darunter belichtete Bestände und Herbstkulturen, auf den Markt kommen.