Besonders bei Äpfeln wurden laut den Organisatoren bedeutende Durchbrüche erzielt. Die Veranstaltung, organisiert vom Versuchszentrum für Obstbau pcfruit im Rahmen eines europäischen Forschungsnetzwerks, brachte Teilnehmende aus 18 Ländern zusammen. Ein Schwerpunkt lag auf der Züchtung robuster Pflanzen, die weniger Pflanzenschutzmittel benötigen. Einige neue Apfelsorten verfügen bereits über sogenannte Doppelresistenzen, die sie besonders widerstandsfähig gegen Krankheiten machen. Parallel dazu wird an Unterlagen gearbeitet, die tiefere Wurzelsysteme fördern und damit die Anfälligkeit für Trockenstress verringern. Da Obstbäume erst nach mehreren Jahren Erträge liefern, ist die Sortenwahl für Betriebe mit hohen Risiken verbunden. Entsprechend wichtig sind verlässliche Versuchsdaten, die neben agronomischen Eigenschaften auch Marktanforderungen wie Aussehen, Geschmack, Lagerfähigkeit und Ertrag berücksichtigen. Jährlich werden in der Region über 100 neue Apfel- und rund 30 Birnensorten getestet. Ziel ist nicht die vollständige Ablösung etablierter Sorten, sondern eine größere Vielfalt im Anbau, um die Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit der Obstbetriebe zu sichern.