2 Min Lesezeit X Facebook LinkedIn

Zitrusfrüchte: Südliches Afrika setzt auf Wachstum trotz globaler Unsicherheiten

Vor wenigen Tagen hat die Citrus Growers Association (CGA) die letzte Runde ihrer Roadshows in den wichtigsten Zitrusanbaugebieten abgeschlossen. Ziel der Veranstaltungen war es, die strategischen Pläne der Organisation vorzustellen und über Fortschritte seit dem vergangenen Jahr zu informieren.

Zitrusernte in Südafrika
© Louise Brodie/Lucentlands Media

Die Beteiligung der Erzeuger fiel insgesamt zufriedenstellend aus, auch wenn laut CGA in einigen Regionen noch Verbesserungsbedarf besteht, um eine breitere Teilnahme der Produzenten zu erreichen. Das diesjährige Leitmotiv „V260 – Wachstum in unsicheren Zeiten“ habe sich angesichts der jüngsten Entwicklungen als besonders treffend erwiesen. Unsicherheit und Volatilität seien derzeit die einzigen Konstanten, heißt es seitens der Organisation. Eine stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit innerhalb der Branche gilt dabei als zentrale strategische Maßnahme aus der Planungssitzung vom Oktober 2025. Ziel sei es, Informationen zwischen den verschiedenen Akteuren der Wertschöpfungskette besser zu teilen und so fundiertere Entscheidungen zu ermöglichen. 

„Seit der vergangenen Woche haben mehrere Entwicklungen zusätzliche Unsicherheit gebracht: Wechselkursschwankungen, steigende Rohölpreise sowie die Schließung der Straße von Hormus und der damit verbundene Stopp von Schifffahrtsverbindungen in den Nahen Osten. Gerade frühe Zitronen-Lieferungen sind üblicherweise für diese Region bestimmt. Damit verschärft sich eine Situation, die bereits im vergangenen Jahr durch gegenseitige Zölle und strengere Marktzugangsregeln geprägt war“, kommentieret die CGA die aktuelle Krise. 

Umso wichtiger sei es nun, neue Märkte zu erschließen, bestehende Absatzmärkte zu sichern und Handelsbedingungen kontinuierlich zu verbessern. Dazu gehörten auch Fortschritte bei sanitären und phytosanitären Vorschriften, die in einigen Märkten restriktiv angewendet würden, sowie die Senkung hoher Importzölle. Gemeinsam mit der Regierung arbeite die Organisation intensiv an Lösungen. Fortschritte gebe es unter anderem in den laufenden Verhandlungen mit China im Rahmen der CAEPA-Gespräche. Auch der seit dem 24. Februar 2026 geltende US-Zoll von zehn Prozent auf südafrikanische Zitrusfrüchte – mit Ausnahme von Orangen, die weiterhin zollfrei bleiben – sei zwar nicht ideal, unterscheide sich jedoch kaum von der Situation im Vorjahr. Damals waren Lieferungen zeitlich vorgezogen worden, bevor im August Gegenzölle in Kraft traten.

  • Citrusfrüchte
  • Südafrika