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YouGov Consumer Index: Obst und Gemüse mit starkem Juni, Herstellermarken unter Druck

Der deutsche Markt für frisches Obst, Gemüse und Kartoffeln entwickelte sich laut YouGov im ersten Halbjahr 2026 insgesamt leicht positiv, mit einem Mengenwachstum von 1,7 % und einem Wertzuwachs von 1,6 % bei nahezu unveränderten Durchschnittspreisen.

Steinobst mit Pflaumen, Pfirsichen, Nektarinen und Aprikosen
Aufgeholt: Die Steinobst-Verkäufe sind nach dem positiven 1. Halbjahr auf 2024er-Niveau.
© volgariver - AdobeStock

Im Juni habe sich die Dynamik deutlich verstärkt: Gegenüber Juni 2025 sei der Markt um 8 % in der Menge und rund 7 % im Wert gewachsen. Als Haupttreiber nennt der Consumer Index Obst-Frischware, die im ersten Halbjahr um 3,1 % in der Menge zulegte, im Juni sogar um fast 14 %. Die Hitzetage hätten insbesondere die Nachfrage nach Melonen belebt. Auch Steinobst habe sich „sehr positiv“ entwickelt: Nach einem schwachen Vorjahr konnte die Kategorie im ersten Halbjahr des Jahres um 22,9 % wachsen, der Juni verzeichnete sogar +30 %, so dass Steinobst damit wieder das Niveau von 2024 erreichen konnte. Unter Druck blieben YouGov zufolge hingegen blieben dagegen Kernobst und insbesondere Äpfel, mit rückläufigen Mengen und sinkenden Preisen.

Bei Gemüse-Frischware stagnierten die Mengen im ersten Halbjahr, während ein Preisanstieg von 3,8 % für ein entsprechendes Wertwachstum sorgte; im Juni zog auch die Nachfrage an (+4,6 % Menge, +8 % Wert), besonders bei Tomaten, Gurken und Karotten. Rückläufig blieb Spargel, der sowohl im 1. Halbjahr als auch im Juni rückläufige Mengen verzeichnete – ein langfristiger Abwärtstrend, der sich beim Absatz und den Käuferzahlen fortsetzte, so YouGov. Auch bei Kartoffeln ist die Lage angespannt: Zwar stiegen die Absatzmengen in den ersten sechs Monaten des Jahres leicht an, doch hätten stark rückläufige Kilopreise zu Wertverlusten von über 12 % geführt. Im Juni seien zusätzlich die Mengen zurückgegangen, was die Situation weiter verschärfe und auf einen intensiven Preiswettbewerb sowie ein weiterhin hohes Angebotsniveau hinweise. 

Auf Ebene der Vertriebsschienen verzeichneten Drogeriemärkte im ersten Halbjahr das stärkste Wachstum (+6,2 %), gefolgt von Food-Vollsortimentern, die sich mit Discountern wieder auf Augenhöhe messen konnten. Herstellermarken standen laut YouGov weiterhin unter Druck: Sie verloren zwischen Anfang Juli 2025 und Ende Juni 2026 sowohl Mengen- als auch Umsatzmarktanteile an Handelsmarken. Wie YouGov aufzeigt, liegt diese Entwicklung nicht am Preis, da vor allem im Premium-Segment beider Markentypen die stärksten Umsatzzuwächse zu beobachten seien.