Von Herausforderungen bis zu innovativen Lösungen - Jahresrückblick des Verband Schweizer Pilzproduzenten
Die Schweizer Pilzbranche sah sich 2024 mit wachsenden Herausforderungen konfrontiert. Steigende Produktions- und Transportkosten, zunehmende Lohnkosten und der Druck durch wachsende Importe erschweren die Wettbewerbsfähigkeit einheimischer Betriebe, so der Verband Schweizer Pilzproduzenten (VSP).
Nachhaltigkeit und Innovation als Wettbewerbsvorteil
Die Schweizer Pilzproduktion setze zunehmend auf nachhaltige und innovative Lösungen, um die Branche zukunftsfähig zu gestalten. Ein Beispiel dafür sei die Kl-gestützte Erntehilfe „Spotlight” die vom Mitgliedsbetrieb der Wauwiler Champignons AG, zusammen mit dem Startup MycoSense entwickelt wurde. Diese Technologie unterstütze die Champignons-Pflückerinnen dabei, reife Pilze effizienter zu ernten, indem sie die richtigen Pilze durch ein farbiges Licht kennzeichnet. Dies führe zu einer Steigerung der Ernteleistung um 30 % und erleichtere den Einstieg neuer Pflückerinnen. Langfristig trage „Spotlight” dazu bei, den Fachkräftemangel zu bekämpfen und die Wirtschaftlichkeit der Pilzproduktion zu verbessern.
Weiter präge die Kernser Edelpilze GmbH neue Maßstäbe mit nachhaltigen Pflanzgefäßen aus Pilz-Myzel-Komposit. Lanciert wurden sie zusammen mit der Tochtergesellschaft des VSP-Mitglieds, der Mycostrat GmbH. Die aus natürlichen Materialien hergestellten Gefäße seien vollständig biologisch abbaubar und bieten eine zukunftsweisende Alternative zu herkömmlichen Kunststoff- oder Keramikgefäßen. Zudem sei jedes Stück ein Unikat. Ein weiteres Ziel des Betriebes sei zudem die Verwertung des gesamten Pilzes, bspw. durch die Entwicklung von Convenience-Produkten wie Edelpilz-Bolognese und -Patties.