Das seit Jahren von der Branche erwartete Ergebnis eröffne italienischen Unternehmen neue Chancen in einem strategisch wichtigen Markt Südostasiens, betont CSO Italy. Der erste Antrag auf Marktöffnung sei bereits vor mehreren Jahren gestellt worden; die vietnamesischen Behörden hätten die Prüfung des Dossiers 2020 aufgenommen, nachdem zuvor 2019 das Verfahren für Äpfel abgeschlossen worden war. Ein entscheidender Schritt sei der Besuch einer vietnamesischen Inspektionsdelegation in Italien im Dezember 2025 gewesen, bei dem sich diese von der phytosanitären Praxis, der Organisation und dem technologischen Niveau der italienischen Kiwi-Lieferkette habe überzeugen können.
Wichtige Chance und kollektive Verantwortung
Das genehmigte Protokoll sieht laut CSO Italy eine Kältebehandlung von mindestens 15 Tagen bei 1,11 °C vor, die sowohl während des Transports als auch vor Abfahrt erfolgen kann; zusätzlich ist eine Importgenehmigung erforderlich. „Die Öffnung des vietnamesischen Marktes für italienische Kiwis ist ein bedeutender, lange erwarteter Erfolg für unsere Branche“, sagte Simona Rubbi, verantwortlich für Gesetzgebung und Zertifizierungen bei CSO Italy. Der Verband bereite bereits die Listen der Betriebe und Obstanlagen vor, die am ersten Exportprogramm für die Saison 2026/27 teilnehmen können. Zugleich mahnte Rubbi zur Vorsicht: „Wir stehen vor einer sehr wichtigen Chance, aber auch vor einer kollektiven Verantwortung. Es ist essenziell, dass die Betriebe nur dann exportieren, wenn sie die Einhaltung aller Vorgaben des Protokolls vollständig garantieren können.“