Moya, die sich angeblich durch die Größe ihrer Früchte (bis zu 18 mm) auszeichne, reihe sich ein in die Sorten Naike – bekannt für ihren Geschmack und ihre Textur – sowie Tafí und Slender, die beide mit Schwerpunkt auf Resistenz gegen Schädlinge und Krankheiten entwickelt wurden, einer grundlegenden Eigenschaft für ökologische Anbausysteme.
Die vier Sorten sind das Ergebnis eines 2009 gestarteten Projekts. Den Züchtern zufolge weisen sie alle Eigenschaften auf, die direkt auf die Anforderungen des globalen Marktes zugeschnitten sind. „Es handelt sich um besonders früh reifende Sorten mit langer Haltbarkeit nach der Ernte, die für den ökologischen Landbau geeignet sind“, sagte Gustavo Schrauf, einer der Projektleiter.
Die besonders frühe Ernte sei eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale. Sie ermögliche es, die Früchte zu einem Zeitpunkt auf den Markt zu bringen, zu dem die Preise höher sind, was die Rentabilität der Erzeuger verbessere.
Analysten heben das Potenzial dieser Sorten hervor, die Wettbewerbsfähigkeit argentinischer Heidelbeeren weltweit zu verbessern. Ein wesentlicher Teil des Programms konzentriere sich auf die Auswahl von Pflanzen, die ohne intensive chemische Bekämpfung gedeihen können.
Weltweit gibt es nur wenige Züchtungsprogramme, die sich auf den ökologischen Anbau konzentrieren, und diese argentinische Initiative hofft, eine strategische Marktnische zu füllen. Derzeit werden rund 80 % der vom Land exportierten Heidelbeeren nach diesem Verfahren produziert.
Den Entwicklern zufolge haben Länder wie die USA, China, Spanien und Italien bereits Anfragen zu diesen neuen Sorten gestellt und in einigen Fällen sogar mit Versuchen begonnen, um ihre Eignung für unterschiedliche Klima- und Bodenbedingungen zu prüfen.