Ungarn: Melonenerzeuger fordern faire Preise und Vorrang für heimische Ware
Um das langfristige Fortbestehen der heimischen Melonenproduktion zu sichern, appellieren die ungarischen Melonenerzeuger an die Handelsketten, eine Partnerschaft mit den Produzenten einzugehen. Darüber berichtete das ‚Trade Magazine Hungary‘. Sie fordern dem Bericht zufolge den LEH auf, die Preise für Melonen nicht ohne marktbedingte Gründe drastisch zu senken und heimische ungarische Ware gegenüber Importen zu bevorzugen.
Auch die Ungarische Landwirtschaftskammer (NAK) sowie die nationale Branchenorganisation für Obst und Gemüse (FruitVeB) unterstützen den Aufruf des Melonenerzeugerverbands. Dieser bittet die inländischen Supermarktketten und Einzelhändler nachdrücklich, nach Möglichkeit auf Melonen-Aktionen mit Dumpingpreisen zu verzichten. Die Produktionskosten für Melonen sowie die Voraussetzungen für eine nachhaltige Bewirtschaftung ließen einen ruinösen Preiswettbewerb nicht zu, heißt es als Begründung. Ein Problem, das einem auch in Deutschland sehr wohl bekannt ist.
Ein andauernder Preiskampf würde langfristig zur Schwächung und schließlich zum Zerfall der ungarischen Erzeugerbasis führen. Die aktuelle Marktsituation sowie die Erntemenge rechtfertigten keine drastischen Preissenkungen, heißt es ‚Trade Magazine Hungary‘. Die Verbände weisen darauf hin, dass sich die Melonenernte in diesem Jahr über einen längeren Zeitraum als üblich erstreckt und dadurch eine kontinuierliche Versorgung des Marktes gewährleistet ist.
„Es gibt keine plötzlichen, nicht beherrschbaren Angebotsspitzen, die zu einer Übersättigung des Marktes führen würden. Angebot und Nachfrage befinden sich im Gleichgewicht, sodass künstlich herbeigeführte Preisreduzierungen aus marktwirtschaftlicher Sicht nicht gerechtfertigt sind.“