Derzeit erfolgt die Produktion demnach auf einer Fläche von etwa 800 ha, es wird mit einem Ertrag von 7.000 t bis 7.500 t gerechnet. Erdbeeren können in ganz Ungarn angebaut werden, es gibt jedoch einige traditionelle Anbauregionen, wie Lajosmizse, Tahitótfalu, Ormánság oder Heves.
„Zu Beginn der Saison ist der Preis für ungarische Erdbeeren aus beheizten Folientunneln hoch, jedoch wird ihr Markteintritt erheblich durch deutlich günstigere Importprodukte erschwert. Mit zunehmendem Angebot sinken die Preise bis Mitte Mai allmählich, was sich positiv auf die Kaufbereitschaft der inländischen Verbraucher auswirkt. Im weiteren Verlauf der Saison – bis Ende Mai – verschwindet der Preisunterschied zwischen importierten und heimischen Produkten allmählich, und ungarische Erdbeeren dominieren den Markt“, so der Dachverband.
Die diesjährige Ernte könne als durchschnittlich bezeichnet werden, werde aufgrund der Auswirkungen von Kälte und Frost im Frühjahr nicht über dem Vorjahresniveau liegen. Im östlichen Teil des Landes ist ein deutlicher Rückgang zu beobachten, während in anderen Anbauregionen die Bestände durch Abdeckungen gut geschützt werden konnten.
„Es zeigt sich, dass extreme Wetterbedingungen im Erdbeeranbau zunehmend ein Problem darstellen, auf das sich die Produzenten einstellen müssen. Eine deutliche Veränderung im Saisonverlauf bis Mitte Juni könnte durch weitere Abkühlung sowie eine Hitzewelle im Mai bis Anfang Juni verursacht werden.“
Neben dem Wetter stelle auch die Ernte ein Problem im Sektor dar. Die Mechanisierung sei nicht gelöst, die manuelle Arbeit teuer, und es sei schwierig, Arbeitskräfte für die Erdbeerernte zu finden. „Darüber hinaus verhindern hohe Lohnkosten oft eine Senkung der Verkaufspreise, was zusätzlichen Druck auf den Sektor ausübt.“