Umschlag im Rotterdamer Hafen stieg in ersten neun Monaten leicht
Der Umschlag im Rotterdamer Hafen ist 2026 in den ersten neun Monaten im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum um 0,9 % gestiegen.
Der Gesamtumschlag belief sich dem Hafen zufolge damit auf 323,2 Mio t. Der Anstieg des Umschlags sei in erster Linie auf einen höheren Umschlag von Kohle, sonstigen trockenen Massengütern, Rohöl und Mineralölprodukten zurückzuführen. Der Umschlag von Eisenerz und Schrott, Agrar-Schüttgut, LNG, sonstigen flüssigen Massengütern, Containern (in Tonnage) und Stückgut ging zurück.
Boudewijn Siemons, CEO Port of Rotterdam Authority: „Die Umschlagzahlen zeigen, dass sich der Rotterdamer Hafen weiterhin an veränderte Rahmenbedingungen anpasst. Während sich niedrige Wasserstände, sich verlagernde Energieströme und der Druck auf die europäische Industrie auf verschiedene Märkte auswirken, verzeichnen wir ein Wachstum bei wichtigen Güterströmen vom und zum europäischen Hinterland. Gleichzeitig erkennen wir, wie wichtig starke Verbindungen zum Hinterland für die europäische Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit sind. Vor allem aus diesem Grund müssen wir weiterhin in zukunftssichere Straßen-, Wasser- und Schienennetze investieren. Eine zuverlässige Infrastruktur bildet die Grundlage für Wirtschaftswachstum und für eine widerstandsfähige Lieferkette.“
Der Containerumschlag in TEU blieb in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 mit einem leichten Anstieg von 0,1 % nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Gemessen in Tonnen ging der Umschlag um 2,2 % zurück. Das Volumen im Hinterland ist in den vergangenen neun Monaten um 7,2 % gestiegen. Dieses Wachstum wurde vor allem durch einen Anstieg der Importe von vollbeladenen Containern um 8,9 % verursacht. Auch der Export von vollbeladenen Containern verzeichnete nach einer Phase des Rückgangs wieder ein bescheidenes Wachstum von 1 %. Da die Importe stärker zunahmen als die Exporte, stieg der Transport von leeren Containern weiter an. Der Transhipment-Umschlag ging hingegen um 20 % zurück. Aufgrund der anhaltend begrenzten Kapazitäten an den Tiefseeterminals in Rotterdam wird ein größerer Teil der Fracht über andere Häfen abgefertigt, wodurch Platz für den Hinterlandverkehr geschaffen wird.
Das Stückgut-Segment verzeichnete einen Rückgang von 1,4 %. Der RoRo-Umschlag stieg aufgrund der anhaltend schwachen wirtschaftlichen Entwicklung im Vereinigten Königreich nur geringfügig um 0,7 %. Der Umschlag von sonstigem Stückgut ging um 10,2 % zurück, was auf die anhaltende Stagnation der europäischen Fertigungsindustrie, insbesondere im Maschinenbau und in der Automobilbranche, zurückzuführen sei.