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Tag der Nuss: Heimische Erzeuger werben für regionale Ware

Zum „Tag der Nuss“ am 22. Oktober wollen heimische Anbauer von Haselnüssen, Walnüssen und Mandeln auf ihr Angebot aufmerksam machen. Ihr Anliegen ist es, zu zeigen, dass es neben Importware auch einen wachsenden heimischen Nussanbau gibt. Dabei stellen sie kurze Wege, faire Arbeitsbedingungen und den Geschmack frisch geernteter Ware in den Mittelpunkt.

Blick in moderne Haselnussanlage kurz vor der Ernte
Blick in eine moderne Haselnussanlage, kurz vor der Ernte
© Herbert Knuppen

Der 22. Oktober wird jedes Jahr inoffiziell als „Tag der Nuss“ gefeiert. Nach Angaben der Erzeuger wird der Nusskonsum in Deutschland bisher zum größten Teil durch Importe gedeckt, unter anderem aus der Türkei, Spanien und Italien. Gleichzeitig entdecken immer mehr landwirtschaftliche Betriebe, vor allem Obstbauern, den Nussanbau für sich. Sie pflanzen neue Sorten und setzen auf innovative Bewässerungskonzepte. Als größten Vorteil deutscher Nüsse nennen die Anbauer den Geschmack frischer Ware: Kurze Wege und weniger Lagerzeit sollen für mehr Aroma sorgen.

Haselnüsse als Ergänzung im Anbau

Der Haselnussanbau wird nach Angaben der Erzeuger zunehmend als Ergänzung des heimischen Anbauspektrums gesehen, auch wenn deutsche Ware im Handel bislang deutlich weniger sichtbar ist als Importware. Kurze Wege und eine frische, bedarfsgerechte Verarbeitung seien entscheidend für Qualität und Geschmack. Bei regionalen Betrieben könnten Verbraucher bereits heute frische Haselnüsse aus heimischem Anbau beziehen. Auch das Knacken müssen sie nicht selbst übernehmen. In Deutschland gibt es den Anbauern zufolge immer mehr professionelle Verarbeiter, die sich auf das Knacken und Sortieren von Nüssen spezialisiert haben. Für Haselnüsse, Walnüsse und Mandeln stehen entsprechende Betriebe bereit.

Mandeln aus Rheinhessen

Dass mittlerweile auch Mandeln in Deutschland angebaut werden, ist nach Einschätzung der Erzeuger bisher wenig bekannt. Gerade in Rheinhessen habe sich in den vergangenen Jahren ein Anbau entwickelt. Auf inzwischen rund 30 ha seien bereits mehrere Tausend Kilogramm Mandelkerne geerntet worden.

Neben kurzen Wegen und weniger Lagerzeit heben die Anbauer hervor, dass die rheinhessischen Mandeln ohne künstliche Bewässerung auskommen. Auch in anderen Regionen Deutschlands entscheiden sich nach ihren Angaben immer mehr Betriebe für den Mandelanbau. Dieser bleibe allerdings Pionierarbeit: Da bislang wenig Wissen über den Anbau unter deutschen Bedingungen vorliege, müsse vieles ausprobiert werden.

Walnüsse: Vielfalt und Frische

Bei Walnüssen verweisen die heimischen Erzeuger auf die Vielfalt der angebauten Sorten. Das Spektrum reiche von milden, sehr hellen Kernen bis hin zu violett-roten Sorten. Einen besonderen Vorteil sehen sie in der Frische: Frisch geerntete Walnüsse schmeckten weniger bitter. Zudem werde durch kürzere Lagerzeiten das Risiko verringert, dass die empfindlichen Öle an Qualität verlieren und die Nüsse ranzig werden.