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Studie zur EU-Landwirtschaft: Immer weniger Junglandwirte

In der Europäischen Union gibt es immer weniger Junglandwirte. Das bestätigt die Studie „Generational change in agriculture: comparative analysis of businesses run by young farmers in selected EU countries“, die im Auftrag des Landwirtschaftsausschusses des Europaparlaments angefertigt wurde.

junger Erzeuger mit Kürbis
© industrieblick/AdobeStock

Demnach sank die Zahl der Junglandwirte von EU-weit rund 1,1 Mio im Jahr 2016 auf nur noch 960.000 im Jahr 2023.

Laut der Studie waren 2023 rund 11 % der europäischen Landwirte jünger als 40 Jahre, etwa 1 % von ihnen jünger als 25 Jahre. Unter dem EU-weiten Wert lagen die Anteile der Junglandwirte in Dänemark, Irland, Griechenland und auf Zypern sowie in Portugal und Rumänien. Für Deutschland wird ein Anteil von etwa 16 % angegeben. Auf Anteile von jeweils mehr als 20 % kamen Tschechien, Frankreich und Luxemburg sowie Polen, die Slowakei und Österreich, das mit 25 % die Spitzenposition einnahm.

Zur Förderung von Junglandwirten und damit zur Verjüngung der Branche setzt man in den Mitgliedstaaten laut den Studienergebnissen vor allem auf die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP). Dabei geht es um eine ergänzende Einkommensstützung und Gründungsbeihilfen, um Investitionsförderung und die Unterstützung von Kooperationen. Hinzukommen Maßnahmen auf nationaler Ebene, etwa Steuererleichterungen und spezielle erbrechtliche Regelungen.

Die Autoren der Studie halten einen solchen Mix von Maßnahmen auf EU- und nationaler Ebene für wichtig, „um gezielt auf Bedürfnisse zu reagieren, die traditionell nicht von der GAP erfasst werden“. Handlungsbedarf sehen sie bei der Vereinfachung der Antragsverfahren und beim Abbau von Negativanreizen, die ältere Landwirte von der Hofabgabe abhalten. Diesbezügliche Ansatzpunkte seien die Erbschaftsregelungen und die Pensionssysteme. Wichtig seien zudem Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität auf dem Land.

Der Bund der deutschen Landjugend (BDL) mahnte anlässlich der aktuellen Verhandlungen zum nächsten langfristigen EU-Haushalt ein zweckgebundenes und verbindliches GAP-Budget für die Stärkung des Berufsnachwuchses an. Dieses müsse genutzt werden u.a. für eine Verdoppelung der Junglandwirteprämie auf 6 % und eine Niederlassungsbeihilfe für Junglandwirte. Entscheidend ist für den BDL auch die nationale Ausgestaltung dieser Instrumente. Dabei müsse die familiäre Hofübergabe unbedingt be-rücksichtigt werden. Denn sie sei noch immer der häufigste Weg der Hofnachfolge in Deutschland. AgE