Delecta mit Hauptsitz in der südafrikanischen Provinz Western Cape übernahm dem Bericht von ‚ProduceReport‘ zufolge die Abwicklung der Premieren-Sendung. Die chinesische Zollbehörde hatte die Einfuhr frischer Blaubeeren aus Simbabwe im September 2025 genehmigt. Das bilaterale Exportprotokoll schreibt vor, dass die Früchte vor der Einfuhr entweder einer Kältebehandlung oder einer Begasung unterzogen werden müssen.
Für Luftfrachtsendungen ist eine Begasung mit Methylbromid vor dem Export verpflichtend. Darüber hinaus profitieren simbabwische Blaubeeren von Chinas Zollpräferenz für afrikanische Staaten: Für alle begünstigten Zolltariflinien gilt ein Nullzollsatz für Importe aus den 53 afrikanischen Ländern, mit denen China diplomatische Beziehungen unterhält.
Der Blaubeeranbau in Simbabwe begann laut ‚ProduceReport‘ im Jahr 2008 zunächst in kleinem Maßstab, bevor 2017 die kommerziellen Exporte aufgenommen wurden. Die Erntesaison erstreckt sich von April bis Oktober, wobei rund 60 % der Ernte zwischen August und Oktober anfallen. Seit 2018 hat sich das Exportvolumen nach Angaben des Unternehmens verzehnfacht.
Zu den wichtigsten Absatzmärkten zählen bislang die Europäische Union, das Vereinigte Königreich, der Nahe Osten sowie Südostasien. Mit dem Markteintritt in China erweitert Simbabwe nun seine Exportdestinationen um einen weiteren strategisch wichtigen Absatzmarkt.