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Rabobank-Studie: Staaten weltweit setzen zunehmend auf Selbstversorgung

Die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie und anhaltende geopolitische Spannungen haben weltweit ein Umdenken ausgelöst: Das ist ein Thema im Report ‚Global greenhouse update 2026‘ der Rabobank (RaboResearch). Regierungen legen demnach weltweit zunehmend Wert auf eine höhere Selbstversorgung mit Lebensmitteln. 

Gabelstapler in einem Gemüsegewächshaus
© romaset - AdobeStock

Ein zentraler Indikator dafür ist die Selbstversorgungsquote – sie zeigt, welcher Anteil eines Produkts im eigenen Land produziert wird. Am Beispiel frischer Tomaten wird dieser Trend besonders deutlich. Laut Daten von Eurostat, USDA Economic Research Service, FAOSTAT, UN Comtrade und RaboResearch ist die Selbstversorgungsquote zwischen 2012 und 2022 in der EU und im Vereinigten Königreich gesunken. In Nordamerika verzeichneten auch die USA, Kanada und Mexiko Rückgänge – wobei Mexiko weiterhin einen deutlichen Exportüberschuss erzielt. Die jüngste Aufkündigung des sogenannten ‚Tomato Suspension Agreement‘ könnte die Entwicklung zusätzlich beeinflussen, schätzen die Analysten der Rabobank ein. Ein anderes Bild zeigt sich in Marokko: Dort ist die Selbstversorgung deutlich gestiegen. In Saudi-Arabien wiederum hat sich die Produktion zwar verdoppelt, doch der Verbrauch wuchs noch schneller – die Quote sank. In großen Volkswirtschaften Ostasiens sowie in Australien liegt die Selbstversorgung bei frischen Tomaten hingegen nahezu bei 100 %, der internationale Handel spielt dort kaum eine Rolle. Die Expertinnen und Experten erwarten, dass sich in den kommenden zehn Jahren immer mehr Länder einer vollständigen Selbstversorgung bei frischem Gemüse annähern werden. Dieser Kurs dürfte dann auch mit steigenden Investitionen in den Gewächshausanbau einhergehen.
 

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