Preise für Rispentomaten an den Großmärkten ziehen wieder an
Kurzzeitig hatte sich das Angebot an Standard-Rispentomaten erholt. Mit dem Saisonende im mitteleuropäischen Raum verknappt sich das Angebot allerdings wieder.
Der Übergang auf Ware aus Spanien und Marokko verläuft holprig. Zudem verknappen Aktionen im Lebensmitteleinzelhandel die frei verfügbaren Mengen.
Das Angebot an Sommertomaten nimmt weiter ab. Sowohl im Beneluxraum als auch in Deutschland befinden sich nun die letzten Rispen von Standardrispen- und kleinfrüchtigen Rispentomaten in der Reife. Die Herbstsätze stehen noch in voller Produktion, allerdings verläuft der Farbumschlag aufgrund der geringeren Einstrahlungsdauer merklich langsamer. Das verfügbare Angebot aus dem deutschen Anbau verteilt sich inzwischen nur noch auf wenige Anbieter.
In der 44. Kalenderwoche werben 19 Regionalgesellschaften mit Standardrispentomaten, wobei ausschließlich auf Ware aus dem Beneluxraum zurückgegriffen wird. Die Aktionspreise liegen zwischen 1,89 Euro/kg und 1,99 Euro/kg. Dadurch werden zusätzliche Mengen gebunden, die dem freien Verkauf nicht zur Verfügung stehen. Die Preise an den Veilingen des Beneluxraumes sind weiter in die Höhe geschossen. An den deutschen Großmärkten spiegelt sich diese Entwicklung ebenfalls wider. Sowohl Standardrispentomaten aus Belgien als auch aus den Niederlanden werden zu festeren Preisen gehandelt.
Erst geringe Mengen aus Mittelmeerraum verfügbar
Alternativen stehen derzeit ebenfalls nur in begrenztem Umfang zur Verfügung. In Spanien wurde der frühe Tomatenanbau weiter eingeschränkt. Es wird von einem Flächenrückgang von knapp 2 % ausgegangen. Auch aus Nordafrika stehen bisher nur geringe Mengen zur Verfügung. Auch aus der Türkei verfügbare Mengen können das Defizit insgesamt nicht ausgleichen. Mit einer Verbesserung der Angebotslage wird aber bereits in der ersten Novemberwoche gerechnet. Dann sollen aus Spanien steigende Mengen an Standardrispentomaten geliefert werden können. AMI