„Die Unternehmen fordern nicht, den Wandel zu stoppen“, stellt Pro Food-Präsident Mauro Salini klar, „sondern fordern, ihn auf der Grundlage umfassender und überprüfbarer Regeln umsetzen zu können.“ Es sei nicht sinnvoll, von den Unternehmen Konformität, angepasste Prozesse und Investitionen zu verlangen, während wesentliche Elemente des Anwendungsrahmens noch festgelegt werden müssten, so Salini. Bevor man eine Lösung verbiete, müssten Alternativen mitsamt deren Bedingungen sorgfältig abgewogen werden. „Andernfalls besteht die Gefahr, dass Produktion, Arbeitsplätze und ein Großteil der Umweltauswirkungen aus der Europäischen Union verlagert werden, ohne dass die erklärten Ziele erreicht werden“, betonte er.
Die dazugehörige Petition wurde laut Pro Food von über 500 europäischen Unternehmen und Verbänden ins Leben gerufen. ‚Stop the Clock‘ sei „eine Forderung nach Verantwortung und Rechtssicherheit, kein Rückschritt in Sachen Nachhaltigkeit“, erklärte der Pro Food-Präsident. Es gehe nicht darum, weniger Vorschriften zu haben, sondern dass diese klar und kohärent seien, klare Vorteile für die Umwelt brächten und weder den Binnenmarkt noch die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie beeinträchtigten, heißt es seitens Pro Food abschließend.